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[Hauptbd.] (1824)
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Den folgenden Tag traten wir unseren Zug eben so früh wieder an,und durchzogen ein langes Defile, welches von beiden Seiten durch fort-laufende Kalkgebirgsrücken, mit Sandstein gemischt, begränzt war. Die Höhedieser Berge, wo sie am beträchtlichsten sind, beträgt kaum ein Paar hun-dert Fufs; das von ihnen eingeschlossene Thal zeigt Spuren einer alten Was-serströmung, überall fanden sich viele Versteinerungen. Nach einem Marschevon etwa 3| Stunden erreichten wir eine kleine Quelle mit salz.igem Wasser,Abdinovi genannt, in deren Nähe einige Dattelpalmen und grünes Gesträuchdas Auge erfreuten. Abends um 9 Uhr liefs ich das Bivouak in einem klei-nen ganz mit Sand angefüllten Ravin des Berges El-Gebara nehmen. Wirsahen während des heutigen Marsches viele Gazellen, von denen es unsgelang eine zu erlegen, deren Fleisch wir sehr wohlschmeckend fanden. Dieganze Nacht wüthete ein heftiger Sturm und der Sand, auf welchem wirlagen, war sehr locker; gleichwohl wurden wir nicht verschüttet, und ichhalte alle Erzählungen von verschütteten Menschen und Karavanen für fabel-hafte Uebertreibungen.

Den 18ten machten wir uns um halb sieben Uhr wieder auf den Weg,und trafen stellenweis viele Dattelpalmen und Binsen, während das unbe-wachsene Land durch die Salztheile, womit es geschwängert ist, so auf-gerissen war, dafs es einem gefrorenen Sturzacker glich. Der Marsch wurdedadurch sehr ermüdend; die Pferde und Kameele hatten auf dem holperigenBoden keinen sicheren Tritt, und an den glatten Stellen brachen sie durchund verletzten sich, wie auf einer leichtgefrorenen Erdrinde. Nach zweiStunden erreichten wir eine Quelle am Berge El-Gebara , deren Wasserschlecht war. Um 4 Uhr lagerten wir uns bei der Quelle Haghi, diegleichfalls nur schlechtes Wasser lieferte. Den ganzen Tag war der Him-mel bedeckt, die Hitze drückend, und Abends stellte sich ein heftigerSturm ein.

Am folgenden Tage zogen wir um 5 Uhr weiter, und das Terrain, voneinzelnen Palmengruppen belebt, blieb dem vorigen gleich. Um eilf Uhrerreichten wir den Berg Abour- Tarlou , und anderthalb Stunden später den

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