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[Hauptbd.] (1824)
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Waffen zur Hand; hatten aber Anlafs hei dieser Gelegenheit mehrere sehrnationelle Züge an unsern Begleitern zu beobachten.

Aus der Form des Beschlages der Pferde, die im Sande eingedrücktwar, bemühten sie sich, den Stamm, zu welchem die gefürchteten Feindegehörten, auszumitteln, und bestimmten ihn sehr genau. Es mufs also inden Beschlägen bei den Beduinenstämmen eine hergebrachte Verschiedenheitbeobachtet werden; und für streifende Wüstenbewohner scheint dies einesehr zweckmäfsige Einrichtung. Aus anderen Kennzeichen wufsten sie auchdie muthmafsliche Entfernung der Feinde zu erforschen. Sie zerrieben denDung der Kameele mit den Händen, und zogen aus dem Grade der Trocken-heit desselben die tröstliche Folgerung, dafs jene einen Vorsprung von fastzwei Tagen vor uns voraus haben miifsten. Sobald ihnen dies ausgemachtschien, überliefsen sie sich wieder ihrer gewöhnlichen Sorglosigkeit. Wennes wirklich Feinde waren, so schienen sie, durch unsere Zögerung heiSiwah irre geführt, uns zum zweitenmal verfehlt zu haben. Wir beobach-teten indefs auf unserem ferneren Zuge einige Vorsicht, da irgend ein Zufalluns leicht mit ihnen zusammen führen konnte.

Während des heutigen Marsches kamen wir, in der Entfernung vonetwa einer Meile gegen Süden, an einer kleinen, ziemlich bewachsenen Oasevorbei, die Eintewein genannt wird, aber jetzt unbewohnt ist. Sie ist reichan Dattelpalmen, deren Früchte einzusammeln, einem jeden nach Beliebenfrei steht. Wahrscheinlich lag hier der Ort, den Ptolemäus Parembohnennt ('AA i^ctvfyou 7ra^t/ußoXn', Alexanderslager), und wo, nach dem Namenzu schliefsen, ein Theil der Armee des macedonischen Königs, während sei-nes Besuchs in Siwah, stationirt war. Ptolemäus setzt ihn, nach ungefährerBestimmung, wie er immer tliut, einen halben Grad östlich von der StadtAmmon; und seihst dieser Ort gehörte noch zum ammonischen Gebiet *).Abends um acht Uhr machten wir, absichtlich etwas seitwärts von der Ka-ravanenstrafse, Halt, und bivouakirten im Sande.

*) Ptolem. Geogr. I. IV. c. 5. p. 104.