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[Hauptbd.] (1824)
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Keinen Tempel der Pracht erhauten ihm Libyens Völker,

Und das geweihte Gerälh glänzt nicht von indischen Steinen. —slrrn, nach früherer Zeit geheiligter Sitte, bewohnet,

Nicht von Schätzen entehrt, der Gott uralter GeschlechterEin bescheidenes Haus, und wehrt dem römischen Golde.

Weiterhin wird auch hier bemerkt, dafs die, welche das Orakel zubefragen kamen, das Innere des Weissagetempels nicht betreten durften r ):

Stabant ante fores populi, quos miserat Eos,

Corrngerujue Joels monitu nova fata pelebant.

Tor den Thoren gedrängt, erforschen die Völker des OstensNeue Geschicke, die Zeus, des gehörnten, Orakel verkündet.

Die Prophezeiungen wurden übrigens den Priestern angeblich durchstumme Anzeichen kund, besonders durch das Gewicht und die Schwan-kungen des mystischen Bildes heim Umtragen desselben. Zu Strabo's Zeitwurde das Orakel wenig mehr besucht, und hatte fast aufgehört; früherstand es in aufserordentlichem Ansehen. Nicht hlos die libyschen Griechenvon Cyrene und Barka verehrten den Ammon, auch die Lacedämonier 2 ),Aphydnäer 3 ) und Thebaner 4 ) hatten ihm Tempel erbaut, und noch ananderen Orten fanden sich ihm geweihte Altäre und Bildsäulen s )- In denKretischen Ueherlieferungen nimmt Ammon einen sehr bedeutenden Platzein; viele Züge der griechischen Mythologie erklären sich nur aus derfrühen Bekanntschaft mit diesem fremdartigen Gott; Pindar hatte ihn ineinem besonderen Hymnus verherrlicht, der, auf einer dreiseitigen Säuleeingegraben, noch zu Pausanias Zeit hei dem Orakeltempel vorhanden war 6 ).Die Erzählung von dem smaragdenen Idol erhält vielleicht dadurch einigeBestätigung, dafs man in den äufseren Oasen, nach dem Bericht arabischer

1) Ibid. v. 544. 545. 2) Paus an. III, 18. 3) Ibid. 4) Pausan. IX, 16.

5) VIII, 32.» X, 13; cf. IV, 14.> V, 15. 6) Pausan. IX, 16.