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[Hauptbd.] (1824)
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und vielleicht noch andere, geben von ihr eine Beschreibung, die zum Theilins Wunderbare fallt. Mehrere bemerken, dafs sie nicht unmittelbar beidem Haupttempel, sondern in einem nahen Hain fruchttragender Bäumebelegen war. Plinius allein bezeichnet sie als einen kleinen See 1 ) und Dio-dor erwähnt ein neben ihr liegendes zweites Heiligthum des Amnion, dasvon den hohen Bäumen jenes Haines umschattet war. Obgleich nur er des-selben gedenkt, scheint doch seine Angabe richtig zu seyn, da man bei derQuelle wirklich die Substructionen eines kleinen Tempels erblickt.

Schon dies vielseitige Zusammentreffen berechtigt uns, in diesem klarenWasserspiegel die berühmte Quelle der Sonne wieder zu erkennen; aberauch die übrigen Angaben finden sich bestätigt. Sie hat wirklich eine perio-disch abwechselnde Temperatur, die, wenn auch nicht so stark, wie einigesie fabelnd beschreiben, doch mir und meinem Gefährten, Herrn Gruoc,fühlbar war. Nämlich sie ist des Nachts wärmer als am Tage, und pflegtbeim Anbruch desselben etwas zu rauchen ; welches letztere selbst zu sehenich indefs nicht Gelegenheit fand. Wahrscheinlich ist sie, wie schon derBoden der Oase vermuthen läfst, eine lieifse Quelle, deren natürlicheWärme man am Tage, wegen der glühenden Sonnenhitze, nicht wahrnimmtDie Siwaher legen ihr und einigen geringeren Quellen ihres Gebietes eineheilende Kraft bei; sie ist auch ohne Zweifel dieselbe, die Herrn Brownebezeichnet wurde, wenn er Seite 25. seines Werkes erzählt: „Eine jenerQuellen, welche nahe bei dem beschriebenen Gebäude (den Ruinen vonUmebeda, von denen sie indefs eine gute Viertelstunde entfernt ist) ent-springt, ist nach der Bemerkung der Eingebornen bisweilen kalt, bis-weilen warm."

Auch der Ort Schargieh, welcher nach Ilornemann bei den EingeborenenAgrcrnieh genannt wird, ist offenbar der Ueberrest eines altammonischen

1) Jovis Hammonit stagnurn interdiu frigidum noctibiis fervet. Eben so gemäfsigtund mit der Wahrheit übereinstimmend drückt sich Lucretiiis aus :

Esse apud Ammonis fanum fons luce diurnaFrigidus, ac calidus nocturno tempore fertur.