Siwah.
Der Sonnenquell —• Nachrichten der Alten Uber ihn — Jetzige Beschaffenheit — Antike Restezu Schargieh — Burg der alten arnmonischen Dynasten — Unrichtige Hypothesen — DerOrakeltempel des Arnmon war kein grofses Gebäude — Katakomben — Gara el-Mota-Schargiah — Gebel-Drara-Enbrik — Bewohnte Gräber — Nachrichten Uber Augila — RuineBel-del-Rum — Ruine Kamisi — Ruine Kasser Gakam — Ammonisches Salz — SUJse Qiiellenaus dem Salze hervorbrechend — Birket el-Araschi — Die Siwaher wollen den Scheik ermor-den — Verhandlungen deshalb — Beilegung der Zwistigkeiten — Chemische Analyse des ausder Oase des Jupiter Ammon mitgebrachten Salzes, von Herrn Professor John.
Der Sonnenquell, dessen reizende Lage in einem Palmenhain schon bemerktwurde 1 )» hat eine länglichrunde Gestalt, wie er auf dem Grundrifs, Tafel VI.Fig. 1. d., dargestellt ist. Seine Länge beträgt etwa dreifsig, seine Breite zwan-zig Schritt. Der Angabe nach, soll er sechs Klafter tief seyn, ist aber so klar,dafs man bis auf den Grund sieht, aus welchem stets eine Menge Blasen, wieaus einem Kessel voll siedenden Wassers, heraufsteigen.
Diese Quelle war im Altex-thum sehr berühmt, besonders weil manbehauptete, sie sey bei Tage kalt, Nachts aber warm. Herodot 2 ), Aristo-teles 3 ), Diodor 4 ), Arrian 5 ), Lucretius 6 ), Mela 7 ), Curtius 8 ), Plinius 9 )
1) Oben pag. 96. 2) Herod. IV, 181. 3) Arist. bei Antigonus Cary st. c. 159.
4) Diodor. XVII, 50. 5) Arrian. III, 4. 6) Lucret. VI, 848.
7) Mela I, 8. 8) Curt. IV, 7. 9) Plin. H. N. V, 5. und II, 106.
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