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[Hauptbd.] (1824)
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Innern des Tempels mehr als einmal diese dem Ammon wesentlich verbun-dene Inhaberin der sommerlichen Ilimmelshemisphäre in noch anderenBeziehungen eben so dargestellt wieder antreffen.

Auch der Grund, warum sie hier neben Osiris, den Kamephen undHercules erscheint, ist nicht schwer aufzufinden. Minerva war die Gehülfindes Osiris im Kampfe gegen Saturn und Pietterin Ammons vor dessenGenossen x ), deren wahrscheinlich zweiundsiehzig waren, nach der Zahlder Gehülfen seines Sohnes Typhon und der Genien des Thierkreises, derenjeder fünf Grade von den dreihundertsechzig desselben beherrschte. Inzweiundsiehzig Länder theilten die Aegypter auch die Erde ein 2 ), derenjedes ohne Zweifel einen dämonischen Vorsteher hatte, und in eben so vielTheile den menschlichen Körper. In Beziehung auf die siegreiche Minervahiefs eine Königin der Thehaide, welche den Tod ihres Bruders an dessenMördern blutig rächte, Nitokris 3 ); ein Name, den Eratosthenes durch Mi-nerva Victrix (A3-«va N untpo^og) erklärt 4 ).

Die Pieihe der Helfer des Osiris war hier mit dieser Göttin nicht geschlos-sen; allein von der folgenden männlichen Gestalt haben nur Arm und Sceptersich erhalten, alle anderen Bildwerke der Aufsenseite des Tempels sindunkenntlich geworden. Neben dem Eingange über den Gestalten des Ammonund der Venus (Tafel X. Fig.1.J erscheinen die Spuren einer Pieihe klei-nerer Gottheiten, aber völlig zerstört.

Aus der baulichen Beschaffenheit der erhaltenen Reste, besonders ausdem Mangel eines oberen Gesimses, läfst sich schliefsen, dafs dieses Sanctua-rium von andern Theilen des Tempelgebäudes ganz eingeschlossen war 5 ).

1) Diodor. III, 72. In den Kreis dieser Sage gehörte wahrscheinlich auch die Geschichtevon dem erschlagenen Zagreus, dessen noch klopfendes Herz Minerva seinem Yater Jupiter bringt,der ihn wieder belebt. Onomakritus, ein Zeitgenosse der Pisistratiden und Mysteriendichter,nannte die hier auftretenden Feinde der Götter (A s /i £yr,ai) mit dem geläufigen Namen Titanen(Pausan. VIII, 37.J. Daher wieder Diodor's Behauptung (Diodor. I, 97. cf. III, 73, V. Ib.), dieGriechen hätten die Titanen aus Aegypten entlehnt.

2) Horapollo I, 14. 3) Herodot. II, 100.

4) Eratosth. laterculus regurn. Jablonsky, Remphah Aeg. Dens p. 59.

5) Man vergleiche den Grundrifs Tafel VI. und die beiden Ansichten Tafel VII.