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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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aufgeführt, aus der schon erwähnten Steinart; nur ist die grofse Verschie-denheit in den Dimensionen derselben sehr auffallend. Einige sind vonungeheueren Maafsen, andere dagegen in Vergleich mit jenen sehr klein;was zu verrathen scheint, dafs dem Baumeister keine grofse Wahl in derAnwendung des Materials verstattet war. Unter sich sind die Steine durchMörtel verbunden.

Der ganze Tempel war innen und aufsen mit Bildwerken und Hierogly-phen bedeckt, die indefs nicht allenthalben gleich gut erhalten sind; amdeutlichsten erscheinen sie im Innern der Kammer und hei der Eingangsthürdes Pronaos. Die Zwischenräume zwischen den Hieroglyphen auf denWänden und an der Decke waren bemalt. Die vorherrschende grüne undblaue Farbe fand ich hin und wieder ziemlich wohl erhalten; an der Aufsen-seite des Tempels und an den gröfseren Figuren im Innern ist aber jedeSpur von Farbe fast gänzlich verschwunden. Auf der zehnten Tafel, Fig. 2.,sieht man die neben der Hauptthüre erhaltenen Bildwerke, und Fig. 1. dieVerzierungen der inneren Thüre; auf der achten und neunten Tafel erschei-nen die inneren Seitenwände der Kammer, mit deren getreuer Abzeichnung,jedoch mit Ausschlufs der kleineren Hieroglyphen, Herr Gruoc währendder ganzen Zeit unsers Aufenthaltes in Siwah sehr mühsam beschäftigt war;und über den Wänden sind die Decorationen der Decke angebracht. Diebeiden Hieroglyphenschilder, Tafel X. Fig. 4., fand ich auf einem herabge-fallenen Stein, dessen Oberfläche schon sehr gelitten hatte, und auf ebendieser Tafel ist Fig. 3. noch ein anderes Fragment dargestellt.

In der Nähe des Haupteinganges bemerkte ich ein zusammengestürztesGewölbe, welches nach meiner Meinung zu einem verborgenen Gang gehörthaben könnte, der vielleicht von den orakelgehenden Priestern benutztwurde, um in das innere Heiligthum zu gelangen. Von den mich beglei-tenden Einwohnern erfuhr ich eine Sage, nach welcher ein unterirdischerWeg von dem Tempel bis zu einem Berge führt, der sich gleich jenseitsder Sonnenquelle zu erheben anfangt, und in welchem sich Katakombenbefinden. Gern hätte ich hier eine Aufgrabung versucht, um die Beschaf-

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