Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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Wrgmäfsige Dorf Schargieh auf seinem Felsenhügel erblickt. Die Entfer-nung der Ruine von diesem Ort beträgt in gerader Linie dreihundert undzwanzig Schritt. Unmittelbar unter Schargieh, zwischen diesem und demTempel, sind Reste von Mauern und Wohnungen, und die Einwohner habenin dieser Gegend oft Alterthümer gefunden. Schargieh liegt übrigens derRuine gegen Norden, nach welcher Himmelsgegend auch der Eingang desTempels gerichtet ist. Südöstlich von demselben, in der Entfernung einerguten Viertelstunde, entspringt in einem Walde von Dattelbäumen dereinst dem Amnion geheiligte Sonnenquell, welcher einen kleinen See bildet.Ganz in der Nähe desselben entdeckt man zwischen den Bäumen antikeSubstructionen eines kleinen Gebäudes von geringen Dimensionen. Einklares Bächlein, welches dem See entrinnt, vereinigt sich bald nachher mitdem einer anderen Quelle, welche gleichfalls in diesem Palmenhain ent-springt, und fliefst dann nach der Ruine hin, in deren Nähe es einenSumpf bildet, ohne Zweifel, weil die alten Abzüge verstopft sind. Palmen-gebüsch und Rietgras wuchern üppig in diesem Morast, und der Bodenum das Tempelgebäude ist allenthalben sumpfig und feucht.

Man vergleiche über diese Oertlichkeiten den Grundrifs, Tafel VI. Fig. 1.,wo man die Piuine Urnebeda mit b., die Burg Schargieh mit a., und denSonnenquell mit d. , die andere Quelle mit e. bezeichnet findet.

Der Ueberrest des Tempels ist nach ägyptischer Weise mit einerUmfassungsmauer umgehen, welche den heiligen R.aum von dem mindergeweihten abschied. Sie war von beträchtlicher Dicke und aus Quadernaufgeführt, ist aber fast ganz vom Erdboden verschwunden, obwohl manihre Piiclitung sehr deutlich verfolgen kann. Nur an den Ecken haben sichnoch die gewaltigen Quadern, die hier zur Verstärkung dienten, unverrücktin ihren Lagen erhalten, und bezeichnen die Ausdehnung der ganzen Ein-fassung, die auf dem Grundrifs mit den Buchstaben cccc bezeichnet ist.Ihre Länge beträgt siebzig, ihre Breite Sechsundsechzig Schritte, und dieSeiten sind ziemlich genau nach den Weltgegenden orientirt; die Abwei-chung wird man auf dem Plane bemerkt finden.