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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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ein tapferer, einsichtsvoller Soldat, und hat in den Kriegen gegen die Mame-lucken und Wechabiten persönliche Beweise davon gegeben. Im Innernseines Hauses erscheint er als hochverehrter, gefürchteter Vater.

Er hat zwei rechtmäfsige Frauen und einen zahlreichen Harem. Vonjenen hat er drei Söhne gehabt. Der älteste, Ibraim-Pascha , befehligtedie Armee im Hedjaz gegen die Wechabiten, vernichtete diese, und nahm ihrOberhaupt gefangen, weswegen er vom Sultan zum Pascha von Mekkaerhohen wurde: eine Würde, die ihm den Vorrang vor seinem Vater giebt.Ungeachtet dessen, und als präsumtiver Erbe, ist er ein gehorsamer Sohn;auch nur in Gegenwart seines Vaters sich zu setzen, erlaubt er sich nie.Er soll ein guter Soldat und strenggerechter Mann seyn, der aber die Fran-ken nicht liebt, was man ihm aus guten Gründen nicht ganz übel deutenkann. Der zweite Sohn des Pascha, Tussun - Pascha , starb vor einigenJahren an der Pest, und hinterliefs einen Knaben von fünf Jahren, den derSultan, aus Rücksicht auf die Verdienste des Vaters und Grofsvaters, ebenfallszum Pascha erhob. Mehemed-äli läfst ihm die sorgfaltigste Erziehung geben,auf eine Art, die ihm die höchste Ehre bringt. Der dritte Sohn heilst Ismaie-Pasciia , und befehligt gegenwärtig (1821) die Expedition gegen Dongola,Darfour und Senaar. Aufser diesen Söhnen hat er noch zwei Töchter. Dieälteste ist an den Befehlshaber von Alexandrien, Mahram-Bei , die jüngstean den Defterdar und Statthalter Mohamed-Bei verheirathet.

Seine Gröfse soll bereits seit langem Eifersucht in Constantinopel erregthaben. Er weifs indefs dem Hofe zu schmeicheln, und sendet jährlich, aufser denregelmäfsigen Abgaben, bedeutende Geldbeiträge und Geschenke an den Grofs-herrn und andere Grofse des Reichs. Früher war er wegen seiner politischenExistenz nicht ganz unbesorgt; jetzt aber ist er dies immer weniger, denn er hatKraft genug, selbst bedeutenden Unternehmungen gegen sich zu begegnen.

Auch die Männer der nächsten Umgebung des Pascha sind zu merk-würdig, um nicht hier eine ehrenvolle, dankbare Erwähnung zu verdienen.Sein geltendster Rathgeber und die Seele seiner Unternehmungen ist keinMuselmann, sondern ein Christ.

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