Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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nach, so gefahrvollen, langwierigen Reise meine Begleiterin zu seyn, genofsder besten Gesundheit, und erleichterte mir durch ihre heitere Launeund durch Mitlheilung interessanter Lektüre meine Lage sehr.

Wir hatten nicht weniger als drei Stürme zu bestehen, wovon derletzte, der uns im jonischen Meere befiel, ziemlich heftig war. Alleinbeschwerlicher, als alle Stürme, waren für mich die Windstillen und diedamit verbundenen Seeströmungen, oder nach der Schiffersprache unsererSeeleute, die Bonaz und Maretten (bonaccia, marettej. Letztere erhaltennämlich das Schiff in einem steten Hin- und Herschwanken, und steigerndadurch aufs unangenehmste die Seekrankheit. Auch an ernstlichen Gefah-ren fehlte es nicht. Gleich in den ersten Tagen der Fahrt hatte sich derFock- und Top-Mast losgelöst, und drohte herabzufallen. Zum Glück trateine Windstille ein, und nach langer, mühsamer Arbeit gelang es, ihn wie-der zu befestigen. Während des langweiligen Hin- und Herlavirens an deritalienischen Küste droheten mehrere Wasserhosen uns zu vernichten; dochentkamen wir ihnen durch eine zeitige Wendung der Segel. Zuletzt liefen wirnoch Gefahr zu stranden, weil wir die niedrige afrikanische Küste, ganz inder Nähe derselben, in dem Dunstnebel, womit sie verschleiert war, völligaus dem Gesichte verloren. Ein plötzlich eintretender Nordwind rettete uns,indem er die Nebel vor sich her verwehte, und uns mit Schnelligkeit demHafen von Alexandrien zutrieb, in welchen wir noch hei Tage einliefen.

Einige Lootsen, die uns entgegen gesandt wurden, führten uns sehrgeschickt durch die sogenannte Pforte des Marabout, den einzigen sichernPafs, in den alten Hafen, mitten durch eine bedeutende Anzahl hier lie-gender Schiffe.

Wer nie selbst, nach langer beschwerlicher Seefahrt, vom Bord desSchiffes dem Ziel seiner Reise sehnsüchtig entgegen sah, macht sich nureine schwache Vorstellung von dem erhebenden Gefühl des Gelingens, derSicherheit und Rettung, womit der Landende endlich den festen Bodenwieder betritt. Vor uns lag nun jenes uralte Aegypten, womit meine Phan-lasie so lange sich beschäftigt hatte, und jene berühmte Stadt Alexanders