Druckschrift 
[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
Seite
XVI
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XYI

Sicherung und Anhänglichkeit, da sie die Kornkammer Italiens ward, derBestand des Ganzen geknüpft schien. Was aber Aegvpter bildeten undhauten, blieb nothwendig auch den hergebrachten geheiligten Formengemäfs, und es findet wohl in der Ausführung, nicht im Geist und Stylsich eine Veränderung.

Fragt man nach den Gründen jenes allgemeinen Glaubens von einemgänzlichen Aufhören der altägyptischen Kunst während der Herrschaft derGriechen und Piömer, so können nur die Münzen ihn veranlafst haben.Allein diese gingen nicht von inländischen Behörden, sondern von der Regie-rung aus, unter deren Autorität sie geprägt wurden, wie sich aus den Bild-nissen der Fürsten und der niemals ägy ptischen Inschrift ergiebt. Aufserdembefand die Münzstätte sich ausschliefslich zu Alexandrien, einer der Mehrzahlder Einwohner nach durchaus griechischen Stadt, wo selbst die mit denNamen der entferntesten Nomen unter Trajan, Hadrian und den Antoninenbezeichnete Scheidemünze geschlagen wurde. Auch über diesen Gegenstandhat ein französischer Gelehrter, Herr T öchon , der leider den Wissenschaf-ten schon entrissen ist, in seinen Recherches historiques et gcographiquessur /es rnedailles des Nomes de l'Egypte, Paris 1822. 4., mit bewunderns-würdiger Vollständigkeit fast alles erschöpft. Nur lassen seihst auf diesenMünzen die alten Landesgötter sich schärfer unterscheiden, als durch ihn,und früher durch Zoega, geschehen ist, indem ihr symbolischer Haupt-schmuck, den man schlechthin Lotus zu nennen pflegt, hei aller Kleinheitnoch dieselbe festhestimmte Mannigfaltigkeit zeigt, wie in den ältestenDenkmälern. Nur dem Gehrauch der Landessprache, bei allem was dieRegierung betraf, wirkten Griechen und Römer, aus sehr natürlichen Grün-den, unausgesetzt entgegen; obgleich es' niemals gelang sie zu verdrängen,oder auch nur von den Denkmälern ganz auszuschliefsen..