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[Hauptbd.] (1824)
Entstehung
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In der kurzen Erzählung der Reise nach Ober-Aegypten sind die mit-getheilten sicheren Data zur Bekämpfung jener, von den meisten Archäo-logen mit unbegreiflicher Vorliebe gehfegten Ansicht benutzt, welche dieErrichtung selbst der jüngsten ägyptischen Denkmäler, gegen das Zeugnifsder Inschriften, der Geschichte und des Augenscheins, in fabelhafte Jahr-tausende zurück versetzt. Allein was ich nur gelegentlich und in kurzenBemerkungen andeuten konnte, ist inzwischen durch Herrn Letronne,welchem die Umsicht und Gründlichkeit seiner Forschungen den erstenRang unter den ausgezeichneten Gelehrten Frankreichs anweist, in denreichhaltigen Becherches pour servir ä l'histoire de l'Egypte pendant la dorni-nation des Grecs et des Romains, Paris 1823., auf eine Art geleistet worden,die jene leichtgläubigen Annahmen für immer in das Reich der Träumeverbannt. Er hat durch dieses Werk seinem Vaterlande den Ruhm gesi-chert, die ägyptischen Denkmäler nicht blos auf das glänzendste bekanntgemacht, sondern auch den einzigen Weg zur Erklärung derselben zuerstbetreten zu haben. Zwar mögen allerdings nicht wenige Monumente nochaus dem Zeitalter der Pharaonen herrühren, wie man dies, um der uraltenPyramiden, Obelisken und Kolosse hier nicht zu erwähnen, von dem Mem-nonium zu Abydos, dem Grabe des Osymandyas und fast allen Mausoleen,dem Tempel zu Karnak, den ursprünglichen Theilen des Gebäudes zu Luxor,den Granitresten zu Bobait und anderen Werken mit Sicherheit behauptendarf. Aber wie konnte man sich überreden, die Ptolemäer hätten ihre Namenblos auf schon vorhandene Denkmäler gesetzt? Fast im ganzen römischenGebiete seyen den ägyptischen Gottheiten Tempel erbaut, nur nicht in Aegyp-ten selbst? Während dies Land seiner alten Religion fanatisch ergeben, derSitz eines unermefslichen Handels, durch innere Production blühend undreich, und die vor allen begünstigte Provinz des Imperiums blieb, an deren