IX
Abreise toti Alexandrien daselbst noch nicht eingetroffenwaren, und ein in Triest erstandenes Fernrohr, obgleichvon bedeutendem Focus, nicht hinlänglich vergröfserte. Zurunmaafsgeblichen Bestimmung der Länge bedienten wir unsdaher unserer Taschenuhren, die wir alle nach der wahrenZeit stellten, ferner der Sanduhren und des Ganges unsererKameele, deren gleichmäfsige Schritte, nach einer zu zie-henden jedesmaligen Proportionalzahl, uns gleichsam alsLog dienten. Die verschiedenen Biegungen des eingeschla-genen Weges, so wie die Streichung der Gebirgszüge undBavins, wurden nach der Boussole verzeichnet, merkwürdigePunkte durch Winkelmesser bestimmt, und die Entfernungenabgeritten, oder, gleich den Höhen der Berge, nach einerallgemeinen Schätzung eingetragen.
Durch den einige Tage nach meiner Ankunft in Cairoerfolgten Tod des Herrn Gruoc erlitt ich einen unersetz-lichen Verlust, indem so Manches, was er blos seinem Ge-dächtnifs anvertraut hatte, mit ihm begraben ward. Leiderwurde nach seinem Ableben unter andern Gegenständenauch eine Mappe entwendet, in welcher sich mehrere wäh-rend der Reise entworfene Croquis, mit Berichtigungen vonmir, befanden, und besonders alles, w as Bezug auf den Marschvon El-Gara nach Therraneh hatte. Glücklicherweise wurdenaber die Hauptcroquis der Märsche von Alexandrien bis El-Gara gerettet, indem sie sich in einer verschlossenen Scha-tulle befanden.
Bei meiner Rückkehr nach Berlin war ich bemüht, dasvorhandene Material durch den geschickten Zeichner, HerrnBrügner , nach der erwähnten Projection zusammentragen