^ Gevenc kwat
leicht hctten erwehren können/daß der Baw-ren keiner in die Statt kommen wcre / ze-doch gcdacht er geschwind einen List.Richtetvom Schloß die Slück gleich auffden -Ort/welches die Mawr cingcschossen/ gäbe dar-auff seinen Soldaten Ordinautz sich der ge-gcnwchrzuenthalken/vnd allgemach zu ruckin die Häuser zu rctcrircn/ vnnd darinnenzuverhalten/biß ihnen vom Schloß die Lo-sung mir einem Stück würde geben werden/dieses ist also wie H.Graff befohlen gesche-hen/wie nun die Bawren mcrcktcn /daß keinWiderstand vorhanden / vcrmclntcn sie nttänderst/ als hetten die Soldaten den Muthzum Streit verlohren/vn wcren insSchloßgeflohen.
Auff solches stiegen die Bawren vomStattgraben an Zeptern zum -loch welchessie in dle Mawrcngeschossen / ohne Wider-stand hauffcnweiß/ mlt grossen frcwdcn ein/vnnd vermeinten nicht änderst als wer derHandel mit eroberung der Statt schon rich-tig/ woltauch schier jedweder der erste dar-innen sein: diesen schawekHer: Statthalterzu/biß schier bey <500.hinein kamen/hernachwurde die Losung geben/ vnnd nm Stückenvom Schloß das Orth verwahrt / wo dieBawren hinein gestiegen/dz also keiner mehrhincin/vnd deren so darin waren keiner hin-außköndte.
Nach gegebener Losung fielen die Solda-ten mit Haussen auß den Häusern/vnd grif-fen die Bawrn so in der Statt waren mitgrossem Eyffcr an/hauseten mit chnen/ vndonderlich die Crabaten/ daß schier vnmüg-lich zuschreiben / erwürgtens alle biß nurauff ^o.Pcrsohnen/ welche Her: Statthal-! ter selber mit grosser Mühe kaum erhaltenkönnen. Interim als die Bawren so aus-ser der Statt/ den Tumult vnnd Geschreyhörcten / gedachten sie wol / daß nicht aller-dings recht zugicng / flohen derowegen nichtallein auß dem Statkgrabcn/ sondern ver-liessen auch vor «schrecken ihr ncchst beyder Statt gelegene «schantz / darum zweyStück Geschütz/vnnd viel Schaiitzgczeug/als Schauffcl- vndHawen waren / welchesalles hernach die vnserige vberkommen ha-ben.
Äie gefangene Bawren aber ließ Her:Graff für sich bringen / die verwundten a-ber verbinden / vnnd schickets samentlichw»der in der Bawren Läger/ doch mit demGeding daß sie sich hinführo nimmer wol-ten brauchen lassen/sondern zu ihren Häu-sern begeben/vnnd befähle ihnen/ sie sollendergleichen auch den andern rahken / vnndihnen andeuten / daß Er (wie sie ihn auß-schrien) nicht so Blutgierig vnnd Tyran-nisch:ihme auch nicht gedient were BawrenBlut zuvergicssen/ sondern gar hertzlich leyd
)lger Geschichten
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daß er solches müste ansehen / was aber an se-tze geschehen/ oder ins künfftig noch gesche-hen möchte/ daran würde nicht Er / son-dern sie selber schuldig seyn/ sencmal Er vorGOTT vnnd der Welt obligirt sey sein.Lebenvnnd Namen mit allen gegen Mttte-lcn/wider dte so ihn feymdklich angreiffen/zuschützen/rcdet also den Bawren so beweg-lich zu/ daß nicht allein sie anfiengcn hertz-lich zu weinen/ sondern auch vielen auß vnsdie Augen vbergicngen/ die Bawren be-danckten sich gegen Herren Statthalterder Gnad daß er ihnen das Leben gcschcnckt/vnd verhicsscn ihren möglichsten Fleiß an-zuwenden / damit andere von diesem dösenvornemmen nachlicssen/wie es dann zwcff-sels ohne wirdt geschehen scm / dann wirseind gar gewiß bericht worden / daß schonviel tausendt zu ihren Häusern wider ge-kehrt / sonsten steht das Orth welches dieBawren geschossen noch offen/ist aber hlcr-inncn mit einem liessen Graben wol verse-hen/ in welches / wann schon der Bawrenwo.darin fielen/ würde doch keiner lebendigherauß kommen / es nmstcjhn dann der A- jbacuc beydem Haar widerumb herauß zie-hen.
Wie das Geschrey dieses verlauffs/ andasKeyserlicheKriegsvolck / welches nochin Vndcr Oesterreich gelegen gelangt/ auchsie verstanden/daß ein grosser Schrecken vndzwcytracht/in dem ihrer viel nicht mehr mithalten wollen / entstanden / hat sich Her:Löbel nicht lang gesaumbt / sondern in gros-ser cyl/ die zwey von den Bawren abgeworf-fene Joch vber die Enß Brücken wider ma-chen lassen / vnnd ist vnverhofft auff Enß/welche «statt die Bawren noch nicht innen/doch auch wie Lintz starck belagert hetten/den 25. Hito in aller frühe angelangt/ dar-in» alle avisa wie der Bawren Lager be-stell eingezogen/auch alebalden ehe die Baw-ren seiner ankunfft wahr genommen / inihr Lager gefallen / ihre Schantzen vnnddarinnen 11. Stück wie auch viel Viehsglücklich erobert / die Bawren auß denSchantzen geschlagen / ihrer bey er-legt/daß gantz Läger welches vber 120-w.starckzerstrewt/ vnndln tue Flucht geschla-gen.
Vnd also mit einem wenig Kbiegovolck/als 5c»c».Reuttervnnd^c>o. zu Fuß/ihnenauff dem Fuß nachgesetzt / Ebcrspcrg ver-gangenen Sontag als den 26. diß eingenom-men/Her: Löbcl mit 50. seiner Remter hatbiß zum Steinen Prügel selbst gestrcifft/auch damit inen desto mehr forcht eingejagtwürde/hinvn wider etliche ansehnliche Häu-ser vnnd Bawren Höff/ in Brandt steckenlasten.
Oie Personen so er gefangen/ deren viel
hundert