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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
804
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enstein mit seinem Regimet gerückt/gethan/Dierauffseinddie Bündterdcm Prettigawzugeeilt/ da dann bey derClauß etwas Wi-derstand bcschchen/ aber nicht mehr als 5.verwundet vnnd darvber die OesterteichischeBesatzung weg geschlagen worden /Als dißGeschrey vntcr dem landvolck/ so ein zeichero von den Oesteneichischen/von denBündtern abalienirt/behersschct worden/erschollk/haben sie sich nicht allein gutwillig ergebendsondern sie haben auch einen vber sie gesetzten^eutenant/welchen sie 4andvcrrätherey be-schuldigt/vnnd daß er vmbs Gclt den Ertz-hertzogischen lcopoldtschenWeg vnd Steginstand gezeigt vnndbißhcro seine -lands-leuth vbel Tyrannisirt/Mlt Brügelnzu todtgeschlagen/vnnd die Kinder auß/hm stückergebissen.

Nach Eroberung des iands Pretigawsind die Bundter auffdie ^andschafftenVn-ter Engadin vnd Münsterthal gezogen/ sichder Päß gegen Tyrol bemächtigt/ Sie habeder Arten einen/so sie auch vor einen -lands-verräther gehaltc/ertapt/ dem sie ein glüendEysen durch den Hals gestochen vnd inStü-ckenzerhackt/ haben auch eine Kundschafftergehenckt.

Auffdiesen Succeß haben die dreyBünd/als der-OberBund/Gotteshauß-vnd IchcnGerichts Bundt von newcm zusammen ge-schworen vnnd noch ein Regiment vntermDenn von ^>alis auffgerichtet.

Dieser Impreja halber haben die vonSchwatz als Catholisch fre Gesandten nachAürch geschickt / sich zum höchsten betlagt/daß wlder alle Eydgnosische Bräuch / ohnder andern -Ort Vorwissen/die «OtattZürchden Bündrern denPaß gcben/vnd mit Auff-brechcn der Iäune grossen Schaden gethan/dessen Abtrag sie begerten/Äarauff /nen zurAntwort worden/<O«e dieJürcher hetten den ndtncrn den Paß nit geben/ sondern derKönig in Frankreich / Krafft habenderBündtnuß vndgeleistekenIuraments^so siedie von Schweitz/cben so wol geschworc het-ten/welchcn hohen Eyd sie von Jürch nichtauß der acht hetten lassen könncn/wolten nundie von Schwcttz an der Cron Frankreichbrüchich werden/das stünde ihnen zuverant-worten/Wahr wehr es/dz die 5.CatholischeOrt /etzo et lieh Jahr hero/vnersucht der Re-formirten mitregrerenden Orchviel tauscmMann durch die gemeine Vogteyen geführtvnnd wider alle auch der AürchischenGrentzcn nit vcrschont.Es nemmeeinenEr-samenRach zu Jürch wunder / daßdievonSchweitz sich erst /etzunder/da es die Restitu-tion der Pündtcn betreffe/denen sie doch ebenso wol mit Eydcs pflichtzu allem gute mög-lich verbunden/beschwert?/ schadloßhaltungmöchten sie bey den Bündten / oder aber

Gedenckwürdiger Geschichten

beym König in Franckreich suchen.

Die -lucerner haben hierumb auff einscharff-vnnd bcdräwungschretbenan Aürchabgehen lassen / denen die Zürcher dermassengeantwortet/daß sie im zweyten von Äräw-worlen auffs Sollicitiren kommen/nemblichdaß man doch neben snen/wie die Sachen inder Güte möchten hingelegt werden/freundlieh bedacht seyn wotte.

Es hatte die CatholischeSchweitzer theilsPäß verlegt/aber weiln das 4andvolck ver-nommen/ daß die Frantzosen/ so nunmehrstarck ankommen/mit Fewervnnd Schwerdsolche öffnen wollen/als Habens derImprej-sa auffs Veltlin ihren -lauff gelassen.

Hierauff ist der Frantzösische GeneralMarquis äc Louurc mit setner Armada/derBundter vnd Reformirken Schwcitzer Assstentz Vol ck in z.Trouppen/ in Vor- Mit,tel-vndNachzttgvertheilt/auffgebrochenvnden^.Novemb. in der ^andtschafft Veltlt!ohn sonderlichen Widerstand angelangtdarin hat erdasVolck/so durch die enge Paßdrey im Glied hinein marchirt/in Schlacht-ordnung gestellt / folgenden Tag in guterOrdnung vnd vollem Trommelschlag vordie Festügvomo,ein halbe Stund vonTiran gelcgen/gerückt/derenBesatzung danohn einige Gegenwehr sich gutwillig ergebe/vber welchem glücklichen Anfang der Gene-ral mit Verwunderung Gott gedanckt/ vnddamit kein Jett vnd Gelegenheit versäumbtwürde/als »st er dendiß mit der Armadanach Tiran gerückt/ein Brück vber de F lußAddageschlagen/dieStatt Schloß vmb-singelt/Mit -^.Stücken grob Geschütz/ wel-ches zum theil die Venetianer mit etlichenCompanyen Volck beneben staktlicherPro-vision von Gelt/ Kraut/ ^oth vnd Korn ms-läger gesand/beschossen vnd den^.diß auff-fordern lassen / mit anmelden/ wo die Besa-tzung sich gutwillig würde ergeben/ sie Gn.haben/wo nicht/ alles nicdergehawen werdesolt/darauff die Guarnison auß der Festungjre DepUtimzum General mit /hm zu Par-lamentiren herauß gesand/weiln sie aber garzu vortheiliche Conditionen begehrt/ ist znenselbige Nacht zu bedencken vergünstigt wor-den/Folgenden Morgen haben die Inwoh-ner der Statt sich ergeben vnd die Frantzo-sen eingelasien/welches als es die in der Fe-stung innen worden/ haben sie hefflig / dochohne sonderlichen schaden/ inn die Stakt ge-schossen.

Den :5>.diß hat der General auß Canon/so 4o.biß in 5o.PfundEysen treiben/dicFe,stung ohn auffhöre beschiessen lassen/als die-sen Ernst der Päpstlich Oberst dar inn Kls»quis ci el Lsgnx gesehen/hat er zu Parlame-tirn begert/da dann auff sein embsig anhalteder Guarnison mit Sack/ Pack vnd fliegen-den

Statt T-ranttsbill