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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
803
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Eigentliche Verzeichnuß.

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!gen Brasilianer»; zu dcm Admiral inn die Meyenfeld ankommen/ daselbst-stzu ihnen

Statt Salvador kommen/zu versuchen / ob geflossen deß Obersten Burgcns Aegtmmt/

sie mit den Holländern handeln vnd die Au- so in den Bündtcn geworben/hwi auff ba-

ckcrmühlenvnterhaltcn helffcn möchten/ist ben sie dic^. Rheinbrücken/ so man Bi-

jnen aber noch zur Acit ni cht getrawt wor- schoffs-vund Tarcis Brück nenncc/ cinge-

den/ auch hat der Bischoffder Portugescn nommcn/ sohehe verschanzt also baldt nachdie Brasilianer davon abgemahnt.

VrawklKVttN.

Was gestalt die Graffschafftcn Kormio

vst L!avenns,famptdcm ThalVeltlin auch

einem thell deßGrawbündterlands nebe»; a>i-tiiivnud ^ dcrn aiigrentzcnden Orten von dcnMeylän-disch-Spantschen eingenommen / wie auchsolche gandschafften von Königl.Maicst. inHispanicncerlizconclitionib.jhr Bäpstl.Heil.ccdirt vnd abgctretlen/Item was dar-vbcr für Accord vnd vergletchunge Punctenanffgerichtet/welche gleichwol von König!.Mayeflät in Kranchrctch Oeputirten angc-«ommcn worden/das wird der günstige icsertheils in vorgehender Historl vonIahrcn zuIahren lpa m, insonderheit aber im achtenBuch weitlaufftig finden/ nun haben sich a-ber d»< Sachen seithero sehr geendert / vntwist bey angeregten Articuln gantz nicht vcr-blicbenffoiidcrn/Esist wider der SpanischeIuuersichk das gantze Thal sampt den an-grcntzcnden Graffschafften vinid banden/zuEnd deß -4. Jahrs durch e»n KrantzösischeArmada / vnder dem Lomm-incio deßöäarquis Louure, vberzogen / bewältigtvnnd eingenommen/ die Bäpstische Besa-tzung abgeschafft/ vnnd andere / so der neu-wen Alliantz geschworen / in die vefle Paßvnd Clauscn gelegt/auch die versagteGraw-püudtncr wider zu Haust erfordert wor-den.

Es hat aber zuuor der König in Franck-reichimIahr>6T4.vn!b Herbflzcit bey denRcformirten Schweißern in der Versamb-! lungzu Solothurn vnnd Baden vmb Affi-steny/durch seinen Keldt Obersten klaiguisl de Loourc anhalten lassen / welche dannsich erklärt/ -L.clb/ Gut vnnd Blut beyderEron Kranckmch auffzusetzen.Hicrauff hatgedachter Marquis äc Louurc auß Franck-rc»ch sein Volckzum Anzug auff Bern cm,botten/vnddle Bündter Hauptlcut welche inl eil in 1500. Mann versamblet vnnd gewor-j ben/ einsmals vrplötzltch auff gemahnt / diehaben in der Nacht sich zu Schiff geseyt/vndam Morgen zu Aachen angelangt / darübere»n solcher schrecken vntcr die Eatholischeder Orten kommen / daß sederman zu denWaffen gegriffen/ist aber ohnSchavm vndSchlagen abgangen. Als diß Volck gegenMittag auff die Krontier deß Kandis Gla-ris kommen/ haben ztvecn Glarner Haupt-leuchinnaller Eyl700. Mann gemustert/Sie sind mit den Pündnernzu Schiff naherWallenstatt gefahren / auch selbigen Tagsgen Sargans vnnd folgenden Montag zu

dem engen festen Paß/die Steig genant/sichgewendet.Wie nun der AptvonPfesscrs tinKloster auff der Höhe shrei t Anzug erschen/hat cr drey ^osungs «Ochüß gethan vnnd da-mit das erste Ieichcn zumSturm gcben/dar-auff auff Gucenberg auch loßgebrennt wor-den/hcrnochcrzu Veltkirch/vnnd ist also derSturm pro öc contra durchö gantzc gandgangen/die Bündiier aber sein vnerschrockcnderStcig zugeeilt/vnd als sie dahin kommenhaben siekeincinigcnManndafunden/dannauß forcht/wic derSturm angangc/sind dieOeste» rcichische/so ihn bewahren sollen/ ge-Michen/HicrauffhabenvondemGrvjicnbißauff den Kleinsten jcderman angefangen ziischantzenvnd auß Angeben eines Kraiitzösi-schen Ingenieurs etlicheGrabcn auffsonder-liche weiß graben lassen/also daß Menschlichdarvon zu reden/nicht möglich emerGcgcn-part destelbcn sich wider zu bemächtige/ Vn-tcr dessen sind von Gutcnberg im NahmenEryhcrtzogen ieopoldi etlichcGesandtcn da-hin kommen/ fragend in wessen Nahmcti dißVoick daher komme i ob sie Kreund oderFe»nd wereneDarauff der KrantzösischKetd-Obcrst geantwort/ daß er »m Nahmen-nigl.Maf. in Kranckr. in diePündtcn ab.gesand were/ mit Hülff der Einwohner allePäß vnd Clausten/so ihnen gewalthätig ab-genommen/inen wider einzurau,nen vnv dieInwohner als seines Königs Bundsvcr-wandtcn in vorigen Standt zu setzen. Wasdie aiider Krag betreffe/stund dersclbigcAnt-wort bey dem Hauß Oesterreich/ wann dasHaust Oesterreich wider seines Königs Be-fehl sich setzen vnnd ihn an seinem Vorha-ben zu hindern vnterstchen würde/ so sey seinKönig deß Hauses Oesterreich Keind/vnnder auch von seines Königs wegen/wann aberdas Hauß Oesterreich werd still sitzen / vnndchn in seinen aöklonibus nicht turbire/so haber keinen Befehl von seinem König / einigerweiß dasselbe zu offendirn/ Oicses haben dieGesandten rcfcrcoclumgenommen/ vndtstdarauffdas Auffbott beym äandvolck be-schehen/man hat aber solches/sich wider dieBündter zu wagen vnnd zu strenen-dahin nnvermögen können»

Wie nun die Steig wo! verwahrt/sind dieBünöter vor Meyenfeld gerückt vi,nd be-.schössen welche als sie nicht getrawt sich ent-!gegen zu halten/hat sie sich mit Accordcrge-ben/vnd anSeite deß Königs inKranckre»chzu seyn vnnd bleiben erklärt/ dergleichen dieStatt Ehur/vor welche der OberstSchaw-

enstein ^

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