Eigentliche Vcrzeichnus.
SpzUa mitgetheilet/ziimKricgsrach in denNtderlandcn anacnommcil/vnnd zum Gu^ bernatornderStattGcldern bestellet Hecke/vber diß auch zum Colonell odcrObtistenet-ncs eomplctcn Regiments Wallonen ver-ordnet.
Was Ihr Majestät belangt/hetten sieseine Tugend vnnd Mannhafte Gemüth nitweniger erfahren/ als sich die Rebellion inIhrem Königreich Böhmen vnd den Ineor-porirten banden erhaben/ vndinkurycrZcltgleich wie ein schädliche Fewersbrunst vmbsich gegriffen/ als zu dessen dcmpffung vnndvndcnruckung ihr der Catholische König ei-ne Kriegsmacht zu ^ulffgeschicket/dadurchv»el vnd vnderfchtedliche Scätt vnd Schlös-ser/welche tue Rebellen starck besetzt vnnd mitaller macht defeitdirten/in Oesterreich vnndBöhmen erobert vnd eingenommen worden/in welchen allen Ihrer Majestät wol be-wiest / wcc Großmütig vnnd streitbar er sicherzeigt/bevorab in der so namhaffttSchtachtauft dem Wetssenberg vor Hrag / da Ih»Majestät gern gestehen/ daß die so herrlicheVictor» so die Göttliche nultigkeit damahl-verliehen / seiner dapffcrkctt zu gutem theüzuzuschreiben/ in dem er detl ersten vnd sterck-sien Anfall der Feinde / so sie mit grosser Fwri auffsein Regiment gethan / gehertzt auß-gcstanden/vnnd ihnen dcrniassen begegnetwerc/daß er siezu rück gescs lagen vnnd in dieFlucht gebracht / den jungen Fürsten vonAtihalt n tc eigener Hand gefangen /vnd insemen Gewalt gebracht / mit etlichen we-nigen der seinen durch einen starckcn häuftender Fcmd durch gctrungen / dem Fanderichden Fahnen mit dem weisen Böhmischen4öwengewalt»glich auß der Hand gerissen-vnd damit bewiesen / daß der Tugend vnndMannhcit kein Gewalt widerstehen möge/in welchem fleiß vnnd devotion gegen IhreMaiest.demHcil.Relch/vnndgantzcm löbliehen HaußOesterr. er ßiwpt seinen anbe-fohlenen dapftcrn alten Soldaten noch biß-hcrovcrharre/vnndnoch fcrrncrgelcgenhcttsuche sich vnch Ihr Ma/est. wol verdienet zumachen.
Auß diesen vnnd andern Motiven achten
477
renden Zeiten sein vorig vnnd von den Vor-vnd Eltern ererbt Wappen m«t Schild vndHelm/ wie sie vnnd er sich dessen bischer ge-braucht hctte/loben/approbiren vndbckreft-tigen solches/vitd nicht allein dieses/ sondernwollen selbiges auch noch fermer zieren/ stcr-ckcn vnd vermehren/wie Ihr Majest. dannsolches hie mit Krafft dieses Ihres Keyscrl»-chenBrteftsvndGewaltsthun/ vndgczie-ret/versterckt/gemehrt haben wollen/ daß ervnd seine Erben solches hernach allezeit öf-fentlich führen vnnd sich dessen gebrauchenmögen nachfolgender gestalt.
Einen quartirlen Schildt kreutzweiß ge-theilet/dessen vnderfeldu ng zur lincken Se«t-ten eine iöwin / die Oberfeldung aber zurrecht! ein güldener ReichsAdeler mit zweyenKöpften außgestreckten flügeln vnd Füssensampt einer Keyserl. Erone darüber schwcbendt inhalten solle.
Die andern zwo Feldungen/welche Sil-berfarb vnd mit Blawen Scernlein besetzet/in der Mitte em Rot cschildtlein hab!<wel-ches sein vnd seines Geschlechts vnd Stam-mend Altherbracht Wappen ist ) vcrmeyrenvnd zieren Ihr Maiest.gnädigstalso/ daß indemselben Roten Schildtlein ein GAldener^öwe stehen solle/mit einem gedoppelten auftgerichttn Schweift/ die fordern Fuß gleich-sambzumsprung erhaben / mit au,fgcspcr-tcm Rachen vntw außgestreckten Rorer Jun-gen/der gegen der rechten Hand sehe. <miß-wendig vmb diesen quartirtcn Schildt sollsich das Zeichen des Ordens S. Iaeobt/nemblich einSpate wie Rot Ereutz/also außgespannet vnnd gestrcckct/ daß an allen v»ccEcken/oben vndcn vndzu beyden Seilten etwas darvon zierlich fürgehe vnnd sich sehe.:lasse. Oben auft dem Schildt sollen dreyoffeneHeliN stehen/ mit vergitterten Vc-stren/welche manins gemein Turnir Hcl>nc nennet/MitvergültemHals viinv Enden/sampt einer Güldenen Eronen auft/edem.
Auft dem Mittlern / welcher etwas erha-bencr als dieandcrn/soll einKeyscrltchcr Ad-ler stehen / mit zweyen Köpften / vnnd er.ner Güldenen Kcyscrs Cron darüber. AuftIsw Maj.chnen wol würdig / dem Sie hin-' dem Helm vnd Cronen zur rechten Hand sollwweruinb mit KeyscrlichenGnaden vor an- j die 4öwln stchen/vnd die Baiidt oder Helni-dcrn dcgegiten/vimd der bewiesenen Tugend decken daran von gelber vnnd blawer Farbe/Trewvnd Manhett ein öffentlich Zeugn uß Auffdem zur lincken der Güldene ^owe/a!-gcbe.t/ dessen sich auch die Postcritet zu cr-srcwen.Demaach so confirmlren vnd bcstct-tigcnS»e auß vorgangenc»n wolbedachtem
Rath vnnd freyen willen/auch KcyserlicherVollmachtjhM l)»>« VVilkelmo Vccäugvalle«- seinen Kindern/ Erben / Erbnemen/vnnd Nachkommen in absteigender Hni bey-derley gcschlechts/so auß Ehlichcm Bett er-zeuget vnnd geboren/zu ewigen jmmerweh-
lcrmassenwie der hlebevor beschrieben worden/doch daß sich dies/beyde Thiervom Na-bel an vnden hinauß verlieren/ vnnd sich en».ander ansehen. Die HcliUdeckcn an dieserkneten c^eitten sollen Blaw vnnd Weißseyn. Zu beyden Scittcndes Schildtsvniidgantzcn Wappens stehen zween güldene ge-flügelte Greiften mit auftgcrichtcm ie>b/welche mit dc y vordcrn Füssen oder K lawen