Veo encrwm
welche vor andern dem Vnglück am mchflengesessen / von einigem Menschen mit Fugnicht zugcmubtet werden köndte / die ohnmännlglichs Nachtheil/zu »r vnd der ihrigenwol erlaubten blossm Defension ergriffeneRettungemittel auß Handenzu geben / vnndvon einem oder andern thett Gnad oder Vn-gnad zu gcwartcn/wann sie nicht zuvor dieserGcfabr gemäß der heylsamenReichs Consti-tutwncnsamptRcltgion vndProphan Frie-dens/,iichrcrs gesichert.
Es möchten sich abtr die Correspondircn-de Ständte aliff die ihnen von der Fürst,liehen Durchl.in Bayer»! beschehene Synec-ratiö/daß sie sich dahero cmigcrBcleydigungnit zubcsorgc/vnib so viel mehr verlassen/ die-weil sie von den Catholsschcn niemals ein an-ders oder widriges erfahren/dicsclbige auchlieber bey dem erwünsch ttn Gott wolgcfälli-geli Ficdcn verbliebe»» weren/ vnnd noch vcr.bleiben woltcn/wann sie nicht durch die vn-auffbörlichc berröhuiigen/starct'c nachdcncbliehe Werbungen/schwere-Durehzüg/vn an-dere vielfältige ausgestandene Oostilitcten/etwas mehrcs an ff sich zu sehen / vnnd ebennicht nach anderer -beuche Willen zu leben/vnd endlich auch vielleicht derer in obberühr-ter Werbung angesagter vnnd dcnttncffrtcrExecutton gcwcnlg zu scyn/gemüssigct wor-den/dann da ihnen mit Weiterung vnd An-risse gcdicnet gcwesen/vnd sie nicht vielmehrihr Absehen auff Erhaltung deß lieben Frie-dens nn Reich gehabt / hctten sie sich ge-nugsam zu bescheiden gcrv»ist/was man inKrafft dcrRcichsEonstltUttoncn vnnd Exe-cunons Ordnung gegen der Keyscrl. Ma-icsiät als dem Oberhaupt vnnd belcydigtenTheil zu thun schuldig gewesen/sintemal inden Reichs Abschieden äe snn»z 1515, z.c.^.vnd?». klärlrch zu schcn/wieman m sol-chen Fallen/ da sich die Änderchanen wiederirc Obrigkeit empören/sich zu verhalten/daßkeiner deß andern Feind chmlsse / Bcystandtvnd Vndcrschlciff leystcnswcnlgcrsabcr deßandern Vndcnhancn/Glaubc»iS/odcr ande-rer Vrsachen halben/m Schutz vnd schirmncmcn solle, ^aie dan auch der m nno >5;«.auffgcrichtc Abschiedaußtrücklich vcrinocy-te/daß dicKcyscrlichcMaicst.vnd alle Stän-de deß Reichs gegen einander zum höchstenverpflichtet vnd schuldig seyen / alle ihre Kö-nigreich/ -band vnnd 4cutt/auch -bc»b vnndGut bey einander trcwlich zuziisMn/so wolals vVnno »540, beständig verjeheti/ wie ge-gen die sehnige/ so darwtdcroder gegen IhreKeyscrl. Majest. sich in Dienst gebrauchenlicflcii/mit derEtraff verfahren werde solle/welches alles man glcichwoln Eachotischcutheils/ ohne keines Menschen Bezüchngungan seinen Orth gcsteliet seyn licfle/vnd dar-
mlt gnugsam erwiesen haben vcrmi ynet/daßob es schon fhnen an genügsamer Arsachnitgemangelt/ sie dannoch mt eher zu den Weh-ren gegriffen / biß Sie von andern! gleich-sam mit Gewalt darzu getrieben worden we-ren.
Daß dann eben dieses den CalholsschenStändcndermassen imperioieSc cum pr-e-üxione rerminl prXluüjcialtz gleichsamauffgedru ngen werden wolte / das Cammer-gcrlcht vn dessen A nverwandtc/wle nit weni-ger auch die ü.euil'»0nes Mit beyderley Rcli-gionsvcrwandten in gleichcrAnzahl bestellenzulassen/die Weltliche Innhabcr der Ertz vn
Sttsster/vondenoläinzrij! vilicarioriikus
»iicht außzuschltcssen/sondern bey solchen In-habern der Stifftcrn vnd andern GeistlichenGütern/ welche sie nach auffgerichtcm Rcli-gwns Fricdcnan sich gczogen / rühig zu las-sen/vnd der vorigen halben jh-
nen eine gütliche Pflege v»iIusam»nenkunfftvonbcydcn ReliglottsJugethanc förderlichsteinzuräumen/daswcrc denselben / wie leicht-lich zu erachten/nicht ohne höchste Befremd-oung/zuvcrnemmcn vorkomiuem Dann ob siewol sich guter Massenzucrincrn wüstcti/ wasbey verschienenen Reichsversamblungenbeyjemals regierenden RömischenKcyscrn deß-wegen gesucht worden/so werc doch solches je-derzeit nm der schuldigcnModcration gesche-hen/da man an jeyotüe höchste vnd schwerste/vnd zwischen beyderley Religions StändennnRclchhafftcnde Puncten kurtzumb vnd oh-ne einigen Trattat oder Widerrede zuvor-auß richtig vnd lcdig habcn/vnd darunter we-der abschlägige noch dilatorische Antwortgewertig seyn wolte.
Nun möchten sichofftermcldtcEonespon-dierendezu den Catholischen Ständen des-sen sicherlich vnnd wol getrosten / daßjhncnauff dieser Welt höhcrs nichts angelegen/dan wie sie das letztmals in voller Flammenbrennende FcwerimDeillgcn Reich vnd des-sen zugehörigen viid benachbarten banden m-dertrttckcn viind dämpffen ^ daß vndcr denStänden nun fast gar zerfallene Vcrtrawenwiderrcstaurwcn / vnnd dasD« RömischeReich / jhr geliebtes Vattcrlandt/ voran-tröhcndcm gantzlichcm Vndcrgang retten/vnddanncndtltchdmwerthcn vü Gott wol-gefälligen Frieden/ Ruhe vnd Einigkeit wi-der sttfftcn vnnd zmvegen brnigen inöchten/gestalt sie dann für Gott wolberhcwrcn tön-ten/daß sie an den gegcnwcrttgcn Empöruil-gen/vnnddeni zerrütt liehen Wesen in-D'-lli-gcn Römischen Reich gar kein gefallen / son-dern em hoch bckünierltches hcrtzlichcs Mit-leiden trugen/ vnd da sie bey sich einige thun-liehe vn mögliche Mittel erjuien könteti/dar-durch diesen» betrübte hoehgcfähritchcmVn-wcjen zu hciffcn / wellen sie tcuic Müh noch
Kosten.
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