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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
371
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Spcyer/ Wirrkburg vnd Eychstätt/in wel-chem sie nach vergangener Trennung derSolmffcheI.M.zugehöri ger Reutern start?auffdie Dörffcr gefallen/ vnd dlcselbige auß-geplündcrr/ hctten sie mitdcnDurchzügcnvnd feiMichen Angriffen vmbviel ivos.ff.Schaden gethan. Was imSufft Rcgcn-spurg/Elwang/-L,andgraffschafft ^cuchten-berg/ vnd andern Orten geschehen/das wcremehralszuvielbckandt.Ia hctrisic die Cor-rcspondirende seitdahero bey dcßHertzogcn inBaycrnF.D.anbrachterWclbung/pcnäe-re rermino reiolullvniz.sich nicht gesehen?/et/durch etlicher Cacholischcr Chur. Fürstenvnnd Stände >land mit offener Heercekrafftvnd bey sich habender arliiicri a ohne jeman-des begrüffung/mit Gewalt zu ziehc/Tluar-tter vnd einlägerung darinn zuncmmen/vndvbclzu hausen. Ob nun höchstcrmeldtcr IhrC.D.vnd andern srcn benachbarten Earhö.lffchcn Stände geziemet hab^dcro vonGottanvertrawctearme Vndcrthanen in solcherbchar:l»chenTrangsal / vnnd wolgefälligenWillen di cscr 4euthe/ohneOülffc vndTrostzuvcrlassen/ vnd snen nicht vlel mehr Pffchtvnnd Ehrenhalbcn gebühret habe/ bcvorababer/da sie verspürt/ daß man länger je mehrzur thätlichkeit geschritten / vnnd ihre in der> Pfaly gelegene gütcr vnnd gefalle / cic ts6tc>auffzuhaltcn/ein Anfang gcmacht/auff einezulässige Defcnsionbedachtzu seyn/ das ließman männiglich erkennen. Mann hette sichi Correspondirenden theyls vndcrstanden/die-se vnderschiedliche Werbungen damit zu be-schönen / als wann sie nur zu eines vnnd an-dern Standes blosser ieibs Guardia ange-sehen/ der Außgang aber hette bezeuget / daßdieselbige eins theils den Standen in-Heim zu gutem / vnnd wider ihre KcyserlicheMay.als ihr von Gott vorgcstcltcs höchstesOaupt vcrwendt/ andern theils aber daruman der Hand behalten wordcn/auffdz man dieCatholische Stände damit vermuthlich imAwang halten / vnd wie es nunmehr außbre-chc vnd im Werck erscheine/ ihnen allenthal-ben den Weg mit ihrer Defension ablauf-fen/ vnd desto besser die m iemgerihrcr Wer-bung bcfiiidilche pollalars/vonihnen erpres-sen kondte.

Em fast gleichmässige Meynung hette esmitIH.Fürstl.G.zu BambergvndWürtz-burg vorgenommener Werbung / indemesich die Corrcspondirende Stände dcßFrän-cklschctt Kräyses selbstenzu errmnern wüste/als vcrmög Nürnbergischen Krayses Ab-schied/sic den /.Aprilis deß nechstverschienenibi?.Iahrs/ dcKreyßOberstcn per maiorsein gcsampte Vcrfastung/(darzu der Catho-lischcnStände Abgesandten auß inangcl ha-bender Instruktion sich nicht erklären tön-ten ) aufftragcn wollen / daß vnerwartct dero

zfl

zu endlicher Resolution verglichener zeit/auch vncrachtct bcschchencr Vertröstungvnnd blllichmassiger Erbiet,,ng/daß die Ca-tholtsche Stcndc nut derParticular Verfas-sung/ nach anlcining der CxeclitionsOrd-nung/ dem Krcyßzu guten, / sich gefast hal-ten wolren/ MarggraffChristianauffwcr- jbung zu Roß vnd Fuß für allgemeine K reyß-staudcPatcnta aiißgethezlet/mir dcrooffeiit- ^liehen vnnd viwc» hole»,eirBctiöhuang/daßman selch Volek auffdic ictugeStänd/sozndieser Verfastling nicht versieben wollen/le-gen/ vnnd sie damit wo! zum Awechbrmgcnwolte/auch atßbald ehe »tan sieh aufs die con-ditioncn/ so alle in gcmcldten Reichs Exccu-tions Ordnungen gegründet/ ,m geringste,»erkläret/viel weniger aber dieses alles ad,m-plirt/zu wüi etlicher Verfassung ga> n cyffe-rig gcgriffcn/vnd dicsclbige/wie sie noch vor-handcn/vnd ic länger je nichr gesiaret et wur-den / auffvnndzurOand gebracht. -Durchwelches S. Fürsil. G »!.zu Bamberg vrmdWürtzburg/ »vic a, ch das frische Exempel ideß vor wcnigIahrcn durch zuviel Trawcn !vnd langes zusehen erlittenen vnd biß Dato jnoch der angcbörtgen armee Vnterthanen !vnuergcssenenSchadens/sic zu der habenden ZGegetibercitschasit / dercti S»kvi»nd andereGeistliche Stände/wann sie nun bey gleichvnd Rechten gelassen würdcn/geübrigct /inbegehenden Nohtfallcn aber sich nichr »veni-ger als Andere befugt zu seyn/erachte/gleich-samb angetrieben vnd genötzuget worden wc-ren. <

Wie es mit deß Dcrtzogs in Beym» F-D.Werbung bewandt/vnd tvas sie dazu be-weget / wcre auß irer eygcn von sich gegebe-ner Resolution gnugsam zuuerncmcn/ dahinman sich gcliebdcr kürtze halber rescrirn thece.Wer nun dem andern Theil zu Ergrciffungder Waffen zu m ersten Vrsach gegeben/ daswcre leichtlich zufindcn. Es möchte aber offt-geineldtc Stände/in ihrer zum ersten ergrif-fener Verfassung nit allein verbleiben / son-dern dieselbige von Tag zu Tag mehren vndsiärcken/ weildzimKömgr.Böhme enistan-deneFewr nunmehr gar vbcrhand genomeil/vnd die Krön Dungarn/wic auch Ober- vndNidcr Oesterreich zuglcnh ergriff n/de» Mas-sen daß die Cathollscheneines theils vvt, ,rcnMittständen angesprenget »vcrdeil wolle!,/sich denselben PostulatiS vntvctgerltch zu be-que»nen / oder der Kriegs Exccutton zuer-wartcn.AnVers theils aber wegen deren vonviel hundert Jahren hero/mu Darstrccl'uiigsoviel Christlichen Bluts/ gegen den Erb-scindt ChristllchesNamcns crbaltcn/vnd anleyoaussscusscrstc perielinrenden Vngart-ichen Gränycn / sich gleichsam der ewigenDienstbarem zubefahrcn hecten.Dcrowcgcnihnctl vi»d dcpHcriiogen ,n Bcyern F.D.

N n li» »rein e