?oS Gedellckwüt
^-.Jahren/Dieser sey mit shme Gabor einerReligion/besuchen emanderofft durchBott-schafften / sey deß Königs auß EngellandDochtermann / sein Mutter sey deß PrmtzMoritzcn(in Holland) Schwester / der Kö-nig auß Dennemarck seiner Gemahlin na-hcndcrVettcr.Er derChurfurst/seve setzt alseinKönig inBöhmen/dcr vornembst/die anderc Chur in der Pfaly besitze er vorhin/ dan-nenhero er weit mächtiger als die anderefünff Churfürsten/zu malen auch Branden-burg mit jhme Vniret/diesc wollen denFer-dinandum nicht mchrzu cinemKeyser haben/Sachsen selbst habe kcmc Lust Mehr zu chme/wie dann Sachsen in der Person der Wahlvnnd Crönung zu Frankfurt nicht beyge-wohnt: Imo es sey Ferdinandus nur von dendreyen Geistlichen Churfürsten crwelt vnndgekrönt worden: Darauß die Herrn an derPortenzu erachten/was es für ein gestalt mitdeß Ferdinands Kcyscrthumb hab / keineRcichsstatt sey shmc gchorsamb/die Böh-mische/ Mährische / Schlesi sehe / Laußnitzi-schr/viind/ vt!d,chcster:cichische Stand bet-ten snenvcrworffcmEr Gabor sey ein Vr-saehe/daß sich dieselbe Stände biß dato mau-tcnirt/also offtgcdachtcm Ferdinandodte se-nige Land entzogen worden / darvon er seinemeiste Einkommen gehabt / dardurch shmedann die Flügel / mit welchen er geflogen/außgerauffUhengegcn seyen alle diese Ländersetzt deß Sultans guteFrcundte/hctten shmeGabor versprochen/so lang die Vngarn/alsdeß Türken Sclaven/mit der Porten Friedhalten/sie die confoederirtenLänder auch der-gleichen thun / vnd so offt Vngcrn die ordi-nari Verehrung schicke/sie ebenmässig Ver-ehrung mü senden/vnnd von der Länder we-gm/m»t schicken wollen : Nunmehr sey derSultan für diesen Ländern / durch welcheLsroluz V.b'ercllnsnckusl. XlsximilisnusIl.vndll.uäc>lpku8ll.den Krieg (wider dasHttomannischHeich) geführek / versichert/sey nit mehr von nöhtcn einige Forcht oderArgwohn/shrenthalbcnzu Haben/Er Gaborwölle mit scmcm Köpft vnd Seelbe ewren/daß alle diese Länder dem Sultan vnnd dergantzcn Machometischen Nation mit HertzvndSccl alle dcständigeDienst erzeigen wür-den/weiln auch von Venedig biß auft Cam-scha/vnd von dannen von Vngcrn / blß auftLiften vtid Mähren/ t en Teutschen der Paß! allenthalben gcschlossen/vnd ansetze die Böh-! mischc/Schtesische/vtid incorporirteStänd> vnd Länder/w»e auch Siebciibürgen / »n derOttoman»uschen Devotion / soköntendtc! Tartarcnmll dcm Türckischen Kriegsvolckgar leicht ni PodoNen einfallet;: Es habeFerdinandus änderst nichts mehr in semem! Gewalt/als die zwoStätt Wien vnd New-',statt/wann nicht die so gar groftcKältc cmge-
diger Geschichten
fallen/wolle setzt / er Gabor/ in Wien lo-ste» t haben/seven darinn mehr Lutherischenals lciololztiX, vnd würden die Lutherischendie läololatrsz selbst vberfallen haben: daßaber solches noch nit beschehen / hab wenigzubedencken : AuffdenFrühlingwölle er miteiner solchen Armada von Vngarn vnndTeutschen sich vor Wien legen / daß manv-berroo« Jahr davon zusagen haben werde.Der Oberst Vczicr habe shme Gabor biß da-to nicht ein eintzigen Mann zu Hülffge-schickt: Nichts desto minder habe Gottvnnddeß Sultans Glück so viel gewürckt / daß erfür ermcldte Statt Wien 54.8quzcirc>n,Vngarn / vnnd 54. 8quaclrc>ni Teutfthe( deß Graffen vonThurn Volck) gebracht/daselbsten hab er drey Tag in deß KcyfersGarten losicrt/ vnnd in allem biß in 62000.starck gewcst/ ohn was er zu Preßburg hin-iterlasscn. ' ^
Vntcr dessen sey der Humancy lsn Vn-gcrn eingefallen/dcme er Gabor aber dcr-masscn zu begegnen Verordiiung gethan/daß er vcrhoffemlich wenig außrichten wer-de: Es sey aber hicraußzu verspüren/wie derKönig auß Polen den Friden/den er mit derPorten geschlossen/ halte/ im Winter solltet- 5ttcr ervmb Frieden/ im Sommer verwüsteer deß Sultans Länder: Wann man aber sh- ^mc Gabor es bekclch/wölle er dem Kön. inPoln in das Landt fallen / setzt hab man guteMittel vnnd Gelegenheit darzu / besser alsdarvor nie. Ferdmanvus habe Gesandten zushme Gabor gcschlcket / Fried vnnd Barm-hertzigkctt zu begehren: Er Gabor aber habedie Gesandten nit ansehen wollen: GedachterFerdinandus könne wol scineHand waschen/er komme in Ewigkeit nicht wider zu diesenzweyen Croncn/sondern es stehe darauss/daßer auch auß allen andern seinen Erbländcrnversagt/vnd in Spanien sich zu verkriechengezwungen werden möchte. Er Gabor ver-wundere sichschr/ wo doch die Vezier srHirnvnnd Vcrstandt hingethan / daß sie nicht er-kennen/wer shr Feind ist. Ferdinandus habeseme Schwester lnSpanicn vermählt/so ha-be Polen durch dispensa ion deß ver-fluchten Papst zwo seiner Schwestern nacheinander zur Ehe genommen / Diese alle hct-ten sich wider die Ottomannische Portenverbunden/die MachhonictantscheRcligion/per m sre vii per rerr ä anzugrciftcn/ von denBöhmischen vndVitgarischen Ständtcn a-bcr seyen sie hieran verhindere worden: da a-bcr er Gabor diesen Standen mt zu Hüiffkonimen were/hmen sie succumbuen »nüssen/alßdann hcttc Spamcn/ Ferdinandus/ Po-len/shrem Anschlag nachgesetzt: Damicn-her der Sultan niema>id als smc Gabor/daßfoleheIinpressa zurück gangcn/ ,'u danckcn:Er habe denl Ferdinando alibcrctc vbcr dlc
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