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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
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Eygemliche Verzeichnis

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ge^.n. kr also halten würden / wie sie es ge-gen skr jelbftcn gehalten Zu werden immerbegehren mochten / wie sie dann gäntzlichdarvor hielte / wann sich Ihr ^..in Zeittenwürde vernehmen lassen/daß sie kcineÄurch-züg durch ihre 4and zu Wasser vnnd 4andt/weder deß Italiänischen / von dessen Ewcr-außzug gar"?arck geschrieben wird / noch an-dern Kriegsvolck wrder Ihre EhurfürstlichcGnaden/zu gestattengedechten/werde manderselben hierunter auch nichts zu muthcn/weniger aber mitGe walt durchbrechcn/auffwelchen vnverhofften Fall sie vrbictig vnndgeneigt/Ihr ^.dle hülfflicheE>and zu betten/versehe sich alsozu Ihr-b.eincr grossen vber-auß lässigen Erklärung / gantz freundlichzum wenigsten dahin / daß sie sich in dieserSachen / der neu lrsli rel verhalten vnnd be-stttsscn werde / wie sie dann ohne das dieseBöhmische Sache anders nicht versehe / alsdaß "man derentwillen / im Reich wol bey gu-tem Frieden vnnd Ruhe verbleiben könne/vnnd nicht eben Noth scyc / eins Mit dein an-dern zu vermsschen/so würden auch die Geist-liche Stand im Reich / gleich wie sie sich bißdaher / wann sie Fried vnd gute Nachbar-schafft gehalten/ darbey wol befunden/vn-angcfochten blieben/sich mcht weniger nach-mal keines widrigen zubcfahrcn haben / solang sie sich dieses Böhmischen Thuns vnndWcsens/widerIhre Churfürstliche G.mchtthcilhafftig machen/darbeyIhr 4d,mit zeit-lichen Ermnerungen viel vermögen/ vnd diesie zuthun sreundt Vetterlich ersuche vnndbitte/gestalt sie ihres Theils bey etlichen außdenselben auch etwas Anwurffs gethan ha-bc/vnd gclcbe der gcntzlichen Hoffnung/manwerde sich mitSpanicn nicht vbcreylen.vnddardurch etwann das Reich in noch mehrereEommotion wider Ihre Intcnr vnnd Awecksetzen wöllcn.

Welches Ihre Ehurfürstlichc Gnad.IH-rcr 4d.m»t deren sie cn der angefangenen vndbtßhcro contmutrten vcrtratvltchen Eorrc-spondeny zu vcrhar:cn gcdcnckc / nicht ver-halten wolte/vnd bäte dieselben ganß Frcüd-llch/sic wolte Ihr bey Ihrem jetzigen verrei-sen in das Königreich Böhmen / Ihre 4andtvnd ^.euth in» besten befohlen seyn lassen/,vndmn Ihr / vnd dcro hinderlasscncn Statthal-ters / E)crtzog Iohannesen Pfaltzgraffenww auc«z »ml Inrcr hiesigen Regierung/ wiesiemcht weniger thun werden / guteEorre-ssondentz halten / m allem aber sich gegen ihrvnd den ihrigen aller sucdfenlgen Nachbar-jchaftt versehen.

Nach dem nun Chur PfaltzdieCronzu-acccyrircn beschlossen/ haben sie den s.Oclo-bris Anno )5>. an Ehur Sachsen cm solchesSchreiben lauen abgehen/ darinnen Vrsa-ciMdeß angenommenen Königreichs Boh-

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men angezeigt. Es? were nunmehr Ihrer 4.gnugsam bckandt/ wie sehr sich die hochschäd-liche Sect der Jesuiten vnnd derosclbcn An-hänger/ baldk nach dem von Weyland Key-ser Rudolpho Ehrlstseligstcr Gcdächtnuß/als Königen in Böhmen / destelbigcn Kö-nigreichs Evangelischen Ständen rmltig-lich ertheilten/ vnnd gegebenen Majestät-Brieffs bemühet / denselben zu disputieren/zwciffclich zu machen/ vnnd Endtlich gar zuvernichtcn/vnnd dassclb so lang / vnnd zwarmit solchem kräfftigen Nachtruck getrieben/daß menniglich wol abnehmen vnnd schliessenkönnen / Ihre Intention dahin gericht sey/dieses Königreich vnnd die andern Inkorpo-rierten Länder gantz vnd gar wiederumb vn-dcr das Päpstliche Joch vnnd einenlulumvominslum zu bringen/vnndweilendlich die Evangelischen Ständte auß langgctragenerGedult/zu Erhaltung deßMayc-stät Bricffs vnnd anderer Ihrer Freyhei-ten einen Weg finden müssen / bey welchemauch endtlich diese Sect der Jesuiten außdemKönigrttch vnnd Ländern gelassen wor-den/ so haben Sie baldt darauffvermeyntt/Ihr Restitution durch die Arma / darzu sievnnd Ihre Anhänger die Keyserliche Ma-jestät vcrlcyttt / wichcrumb zu erlangen/dann Sie wohl erachten können / sie durchkeine Tractaten oder andere Mittel sonstendarzu kommen würden.Es were auch vnver-borgen / daß Ihre Ehurfürstlichc GnadenZeit Ihrer Regierung nichts vndcrlassenhaben / was zu Erhaltung vnnd Wjeder-bringung Friedens vnd guten Vcruawenscm Reich jmmcr gcrelchewkönncn / vnge-achtet einiger Icit vnnd Kostens/zum höch-sten bemühet wie dasselb Fcuwcr noch m derAschen gedäinpffet werden mögen: Wannmatt auch getrcwem Rath etwas mehr Folggeben wöllen/ vnnd sich die ?aiiionL5 vnndallzu hart eingebildete Räthe nicht so garhart hette vbertragen lassen / were gentz-lich nicht zu zwciffcln/daß es zu dem her-nach gcfolgten Vbclstandt / vnnd je mehrvnnd mehr auß dem vcrvbtcn Vnniensch-llchen / vnnd zwar vntcr Ehrlsten nie erHor-ten/ brennen/ morden / rauben/erwachse-nen Verbitterung vnnd Endcrung der Ge-müter / nimmermehr kommen were. An sol-cher getrewen Sorgfalt hetten sieiwchtnachgelassen / da die Jungst verstorbeneKeyserliche Mayestät von G-OTT dcmAllmächtigen auß diesem 4eben abgefor-dert / vnnd darauffdcrvorgcwescne Wahl-tag nachcr Kranckjurt ausgeschrieben wor-de»l/ alle IhreLonliUavnnd da-

hin anzuwenden/ wie entweder noch vor 0-5er zu,n wenigsten bey deinselben / vnnd ehenoch zu einer Wahl geschritten / der wer-the Fried allenthalben / sonderlich nn ach.

Ff

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