Gedmckm
tcn/ dem Königreich Böhmen grossen Nutzschaffen können/in Ansehung er das Hauptvnd Director der Vmön / welcher dieserJett die ganye Reichs Macht beysammen ha-be. Nicht wcnigers auch nnt den StadenmHollandt verbünde«»/ tvic auch mlt der CronFrankreich vnnd demHcwogcnvon Bul-lion vhralte Verbündnuß hcttc^tehe auchwol mit den Vcnedigcrn / wie auch mitSachsen/ mit Siebenbürgen / vnndOberVngcrn.
Köndte auch mit ihren dem BöhmischenKönigreich anrührenden banden gcgenBä-yern/vnnd derselben Orthen/vicl mehr nu-tzenden Böhmen/als wachsen. So köndkeauch die Nahe Verwandnuß mitSchwcdcndieses Orts grossen Nuycn schaffen/ wegender Religion aber kein Bcdcncken zu considc-riren/sintcmal einig Exempel nit vorhande/daß iemandt von diesemdcr Religion ange-fochten worden/hctte auch wenig vnnd fastvber drey vom Adel / seiner Religion zuge-than/an seinem Hoffe/die Hoffdicnstc wur-den fast alle von Augspurgischer ConfcssionVerwandten bedienet.
Diese«» nun allem nach/vnd auffgehabteBcrahtschlagung/habcndic BöhmischercQorcs zu sampt den anwesenden Abge-sandten auß Mähren/Schlesien/Ober vndNidcr^außnitz/ ihren Schluß publtcieret/daß sie nemblich auffvorhergchende Abdica-tion Ihrer Kömgl. Würden Ferdinand»/Chur Pfaltzgraffen Frtderichen/zumKönigerwehtet hctten/ gestalt so bald die Procla-mation daraufferfolget/dzvaum l.su-llamu5 gesungen/vnnd EhurPfaltzdiege-schehcne Wahl durch sonderliche Schreibeneröffnet wordc:Mit Vermcldung. Es wür-den Ire Königliche W.zweiffels ohne gnä-digst verstanden haben/auß wasRechtmässi-genVrsachcn/ sieden Durchleuchngsten/Großmächtigsten Fürsten vnHer:en/Hcr-:en Ferdmandum/ Ektzhertzogenzu Ocster-reich/als zwar gekröndten König in Böh-men/den mit gcwlssenConditionen verspro-chenen Gchorsamb/darvoncr sich selbst ta-öto proprio entbuttden/eiithclligllchzurcsi-gnircn/vnd imcdcn Königlichen Stuhl zuennvchnen bewogen worden / welches allesdurch ein wolgcgründtecrweißliche Iustisi-catlon Schrlfft der gautzcn Erbarn Welt/gnugsambltch »»verlangt / dcmonstrirt vndkundt gethan werden soltt.
Demnach sie nun in fernerer gehaltenerBerathschlagung/vnd Erwcgung des Kö-nigreichs Böhmen ietzigen trübseligen Au-standts/nechst Gott für dasträglichste nütz-lichste Mittel befunden/wie sie von dem All-mächtigen Gott wlderumb einen frtcdtliche/gcrechten/vnnd weisen König vnndHenen/erlangen möchten/als hctten sie feine Gött-
liche Allmacht/(dessen gnädigeVorforg/siein seithcro vberflandenen schweren Perftcu-tionen/gar vielfältig gespüret/) inniglichenangcruffcn / vnd ihre Lonlilia nach laut jh-rcr habcnden/vnd bißbcro allezeit vnverbrü-chig crhalttnenfrcyt Wahls Gerechtigkeit/vnd Privilegien/zu ordentlicher Wahl ge-richtet/darbey dann d»e Göttliche Provldösalso lauter/vndklarin dem erscheinet/Daßihre samptlichc Vora,vnnd Stimnten/cin-Helliglich auff ihrer Königlichen WürdenPerson/Mit grossem Ruhm vnd Preiß IhreKönigliche Würden von Gott habendensonderlichen Qualiteten/vnd gegen ire E-vangelischcReligwn/vndallgemeinerWol-fahrt tragendenEyffcrs/consentirt beschlos-sen/vnd mit frölichemHcrtzen/vnd gewöhn-lichen Solenniteten/ erwehlt/vndpubltcirtwordö seyn/für welchen gnädigenBeystant tvnd Regierung Gottes/sie seinem H. Na-men billich-fob vnd Danck sagten: Nun wü-sten sie sich schuldig/seyn auch allbereit in de-nen Berahtschlagungen/IhrKönigl. W.solche des Allmächtigen Gottes durch sie er-öffnete Vocativ» . mit einer ansehnlichenBottschafft von inen/sampt!ichen4andern/Vnderthänigstzu tnsMuiren. Dieweil aberetliche wichtige Verrichtungen / so Ihr.Königlich W.vnddemKönigrtichBöhmk/zum bcsten/allhie gehandlet worden/vnd kei-nen Verzug lcyden wollen / zu dem die In-corporirte Länder auch gar weit von einan-der abgelegen seyn/ so hekten sie in mittelstgleichwol nikvnderlassen wollen/Ihr. Kön.W.solche /re einhellige Wahl/ durch diesesSchreibö/Vnderkhänigst vnd Gehorsamb-lich zu notificiren/vnd deroselbcn gnädigstenwillen darüber zu nehmen. Gelangte dero-wcgen an I.Kön.W.shr sampt vnd sonder-liches Vnderthänigstes Suchen / vnd Bit-ten/dieselben geruheten als ein hochverstän-digcr Potentat/ neben ihnen den gnädigenwillen Gottes/vnnd diese Göttliche Bcruf-fung zu erkennen/ihren einhelligen Schlußdero gefallen lassen/vn diese ordttliche recht-mcssige Elcction zum Königr.Böhmen/vnddcssclbcnIncorporirteniändcrn/Regicrunggnädigst/vnd willigst acccptircn/Ihre zu I.Kön. W. jederzeit gehabte ttcwc äücctio-ncs,vnddanekbar Gemüth darauß abncmr/vnd diese Cron mc allem der Hoheit Dignitct/Ehr/vno andercrHcrllichkcttcn halber/alsdaß durch I.Kön. W. angchcndes glückli-ches Regiment/die wahre Sccltgmachende jReligion weit außgebreitct/ vielen bet rangtcGewissen die Christliche Freyheit eröffi.c:/demH.Röm.Reich vnddcr gantzen werthenChristenheit sehr viel güts erworben/ auchI.Kön.W.hochlöblichenHausffs Ehr/vnRhum vermehret werden könne/jhr gnädigst-lieb vnd angenehm seyn lassen.
zuser-