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Stände lud viraczue solch i^onlilkoriummit chrcrPncstcrschafft nach der Confes-siönvndsrcrhicrtnncn Vergleichung/ re-formiern vnd crncwern/irc Prcdicantcn/ so' wol Böhmisch als Teutsch/allda ordimrcnlaste n/odcr wclchcallbcreitordinirt worden/vondanncn ohn einige Vcrlündcrung deßPragcrischen Ertzbischoffs/od aberjemaiidsanders auff ihre Eollaturcn ncmmeit / vnnddicsclbcndamitbcsctzen mögen.
Nichtswenigers geben wir auch gnädigstin die Gewalt der Stände (wie sie inen danvon Alters hero zugcstandenMPragcrischcAcademymit allen zugehörungcn / dieselbemittaugltchcnvnd gelehrten Männern zubesetzen/gute vnnd löbliche Ordnung vnndGebrauch auffzubringen/ vn vbcrbcydc/alsdas Lontilt« --> u u, vitnd Acadcmy / gewissevnd tüchtige Personen zu Ocfctfforn vnndBeschützern anzuordnen vnd zu bestellen.
Vnttr dessen aber vnd ehe diß alles gcbür-liehen ins Werck gerichtet werde/ sollen nitweniger alle drey Stände lud vrraquc, wieoben bcmelt/als nembltch/ dasisie ihre Reli-gion ohne Bedrängnuß vi,d Verhindcrnußmöchten fortvbcn/ vollkommcnlich gelassenwerden/viid wie viel Personen die vereinigteStände l ud Vlracz uc ihres Mittels zu Äc-fensorn vber gemcltjhr Lonlillonum vnnd^caclcmiam, nachihrer einhelligen Ver-gleichung/auß allen dreyen Stände in glei-cher Anzahl verordnen/ vnnd dieselben vns/alösrc>nKömgvnd Henn vbergcbcn wer-den/dieselbe vns alle namhafft gemachte vndvbergcbcne Personen/keinen lncvon außgc-' lassen/wollen vitsolle wir/inncrhalbzwcycrWochenvon dato der vns vbergcbcne Ver-zcichnußdarzubesteltigcn/ vnndsicfnr Ue-fcnlorcs erklären/doch vber der Stäiide jncgegebene Pflicht vnnd Instruct lon iii keineandere Instruction noch Pflicht sie zu ziehe.Äa wir aber andere Verhinderungen we-gen/in obbcmelter Zeit dieselben mt bestctti-genköndtcn odcrwürdcn/so sollciisicdoch ei-nes wcgs als denandern/aber beyde iicr.nlörcs vcrblelbcn/ailes das thun vnd verrich-ten/als wann sie von vns confirnurt vnd be-flettlgct weren. Vnd da auch einer aus- jmenstürbe/werden die Stände >uv orrzczue anstatt desselben / bey nechst daraufffolgenden,Landtag/einen andern zu denen noch vber,-gen im Oben verbltcbcncn/wchlcn vnnd zu-geben können. Welches also ins künffng al-lezeit obbeschrlebcncr gestalt / wie von vns/vnscrn Erben vnnd tunfftigen Komzen zuBöhmen/also auch von ihnen den Ständenlud V rragu e vnd Oefcnsorn / obscrviit vtidgehalten werdcnsollc.
Wann auch jleiwrnd auß den vereinigtenallenStandcn lud vriaque dieses König-reichs/ ausser den Kirchen vnnd Gottshäu-
scrn/welche sie ietzund halten/vnd inen vor-hin zuständig (bey welchen sie auch friedlichgeschützt vnd erhalten werden sollen ) irgendinStättcn/Stättlein vndHörffcrn/ oderanderswo woltc oder solte mehr Kirchen/Gottshäuserodcr Schulen / zu vntcrwei-sung vnnd aufferzichung der Jugend / auff-richten vnd bawen lastett/dastclbc soll gleich/wie den Hermvnnd Rittcrstand/also auchden Prägern / Bcrg vnnd andern Stät-ten >n gemein vnd einemscdcn insonderheit/an sitzo vnndinsknnfftlgzu thun/von män-nigl ichen viigchinderk frey vnd offen stehen.
Weil danii auch in vielen vnscrn König-'liehen vnd auch derKömgen Stätten diesesKönigreichs/ nit wenig >ud vua, vnnd ludV traq u? vntcr einander wohnen/derentwe-gen ist es vnscrsondcrer Wüt vnd Befclch/daß zu erhaltung -sieb vnnd Einigkeit / einParthder andern invbung ircrRcligtönvnKirchcnordnung nicht eingrciffen oderfür-schrctbcn / die Bcgräbnuß todter -scichnamin Kirchen oder auch Kirchhöfen / wie auchdas -säutcnmt abschlagen vnd vcrbitten/vndalso von Heutigen Tags Äato an keiner/wieauß dcnhöhcrn vnnd freyen Ständen alsoauch den Stauen/Stättlein vnd Bawrcn-volck/weder von ihrer Obrigkeit/ noch vonkeinem andern/ Gastlichen oder WeltlichenStandcPcrsoncn/ vonsemcr Rcltgionab-gedrungcn/vnd also zu einer andern/ es scyedurch Gewalt oder listige erdachte Fündlin/gezwungeiz vnd abgeführt werden solle V>idist alsobiß alles auffnichts anders/als zu cr-haltung sieb vn Einigkeit/ trewlig gcmeyntvnd angeordnet.
Oerowegen versprechen wir bey vnscrnKöniglichen Worten / daß alle drey ver-einigte Stände / so sich zu der BöhmischenEonfcssion bekennen / sampt ihren Nach-kommenden/ bey allem obgcsatztcn/von vns/vnsern Erben vnnd künffugen Königen inBöhinen/gantzvnd volikommenlich / obircVerwtnung sollen gelassen/ erhalten vnndgcschum werden. In maffcnivir sie dannin den RcligwnsIricd deß Heiligen Fxkehsals ein vornehmes Glied desselben / gäntz-lich mir einschlicsscn.' Soll auch ihnen hter-innen ins künfftig / weder von vns/ vnscrnErben vnd künffcigcn Königen »«Böhmen/noch von andern Geist- oder WeltlichenPersonen/ zu künffrlgcn vnnd ewigen Zei-ten/einige Verhinderung oder Eintrag nugeschehen/ noch verstattet werden. Widersolchen obgcdachtcn auffgerichten^mdsried/vnd den Ständen lud vrraczu«. von vns wt-d erfahrne Versiehcrung/wöllcn wir »iit/ dzcintzige Befeleh oder etwas dergleichen/welche die geringste Verhinderung dessenvcrvrsachcn mochten / von vns / vnsern Er-ben vnd tunfftigen Königen m Böhmen/
oder