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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
128
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^ »;6 Gcdenctwürdi

sich einlassen/auch solche geschefftt/wie hochvnd von wem er auch jmmcrcrsuclzt vndge-bctten sein mag/ zu verhandeln im wenigstennicht auffsichncme.Vnndwtrdtden Obernernstlich befohlen / nicht zu zulassen daß ss-mandt dcrvnscrn mn solchen suchen einigerweiß benmhct werde: vnd da sie vcrmerckendaß jemandt Harz» geneigt/ den oder dieselbe/wo einige gcfahr dast sie mit solchen suchenmochten verstned't werden/ fürhandcn/als-bald an ein ander ort schicken.

Auß welchem hell vnd klar/ wie hoch vnndernstlich ein solches vns vcrbottten/also/daßauch das jenige welches andern GeistlichenOrdens leuthcn /zu grossemlobgercieht kan/vns gantzvnd gar abgestrickt ist/auch kaumetwas in welchem mehr vitd schcrpffcr einse-hen gebraucht wird. Ha gleichwol femandtder vnsern seine Profession so weit auß derAcht gesetzt / vnd wider dieses etwas fürgc-nomen oder gehandelt hctte/ welches wirdoch nicht glaube: solt man darumbden gan-tzen Orden vnnd so viel vnschuldigc/ welchemöglichstes flciß daß solches nimcr gestehenmöchtc/darfnr gemessn/ anklagen/vnd wegebes elntzigcn ver:ahters Jude das gatrtze Kol-legium der Apostelen verdammend

Wir wissen aber wol auß wel chcm KöcherdieseVerleumdungs Pfell genommen. Eswissen vnsere mißgünncr sehr wol/sehen esauch nicht ohne schmcrtzen nm ihren aügen/daß Eatholische Potentate vnd Fürsten/ biß-wcilen die von vnsercr Socictet zu ihrenBeichtvattcrn anncmcn/ vnnddas genielteFürsten vnd Potentaten / cbeti selbiger oderdergleichen vrsachcn wegen / wie auch zu ehrvnd danckbarkett/ insonderheit so sieetwansolchcEoliegia gcstlfft/ode» derSoctctct son-stcn guts gethan haben/von vns/vnd hmgcgevnsere Eollegta/zu ihrem Geistlichen tröst/auch auß lauter lieb vnd gutwilligkcü so siegegen vns tragen/ von ihnenbesucht werde.

Wir leugnen auch nicht/daß dieselbe/ nachaußweisung vnsersIwecks vnd Icels daß wirnemblnh menniglich zu gutc»n vcrbiinden/bißweilcnvonvnstn Glaubens vndGeiois-sens sachcir mit raht geführct/vnd »üt Geist-licher-kehr vnd Ermahnungen vntcrnchtetwerden/damit sie eiti vnverletzttes Getvlssenbehalte/das ieitige was sie Gott/demMchstcvndjhrcnVntcrchanc schuldig sst>rd/lcisten/vn so viel billich vn mögttch/dieHandhabiingvndfortpssantzungdes Glaubens jncnaiigc-lcgc sein lassen.Oieses bricht vnsern widcrsa-chcrit dasHcrtz/vn weil sie vns gcrn wen vonDänen sehen/geben sie falschlich für/ das wirvns in die Weltliche Regierung einmischen.

Sie irren aber weit/es wcrcdann daß ncansagenwolt/derch). Iohanires der Taufferhabe sich auch in zeitliche Rcgicrungs fache/lemgcmlschet/m dS cr den Oerodcm wege der

Hcrodias seines Bruders Weib/ vn altes v-bcls so Herodcs gethan/ gestrafft hat: oder indem als er vondenPublicancn vndKricgs-knechtcn gefragt ward/was sie thun sotten/daß sie das ewige seben erlangen niöchtcn/crden ersten gcbotten/ daß sie niemandt höherdaü nie beföhle vberschctzen/dcn andet naber/daß sie nicniandt gemalt oder vnrccht thun/sondern mit ihrent Sold sich bcnügen lassenselten. So hat derH. Apostel Paulus sichauch gar nicht in die Weltliche Regierungcmgcmischt/daer vordi ianbpficger Feticevnd seiner OaußfrawBrusilla/von der Ge-rechtigkeit/von der Kcuschheir/vnd von demzukünfftigenn Gericht also gercdt vnd gcdis/putlert/daßsic mit schrecket» hinweg gangenSo auch der H. Apost. Paulus bckenet daßerallcrMcnschcschuldnersey/vnddaßcr je-dcnnan alles worde/auffdzcrallehülffe: mnwas Recht kan man vnscr Societet beschuldi-ge/ daß sie den Fürstc vnd andern Pcrsone/wdas Regiment führe/ auffderosclbe erfordernin Geistlichen fachen gute vmerwclsung vndz raht mittheilct.wctchen wir desto mchrver-bundcn/ie grössere wolthattn vns von densel-ben widerfahren/ vnd könnt auch solche Per-sonen wegen lres hohen Ampts/dcs Geistli-chcRegimcnts wolstand ambestcnbefürdem.

Hie HerrnStand lud vrrsq ue sctnd mitdem nichtzufrieden/ daßsievieIesuncr mitdem was in dem Königr.Böhmen/iremfür-gcben nach/solte geschehen sein/beschuldigen/sondern hole auch auß andern 4ande ich weißnit was hcrsür/vnd zwar lauter solche dinge/so von alltMetzern welche wider vnscrSocic-m blßhcrogeschriebö/vns fürgcworffcn wcr-de/Wel l aber alles von dc vnserign gnugsainvnd beständig Mderlegt/wölit wl r allein dasfürncmbst/auß welche vnsere vnschuldt klar-lich erschemet/kürtzlich anziehe vn vberlauffe.

Was erstlich Frankreich belangt/ist nichtohne/daß in verstricheneIahren/vnscreSo-cletet dann viel leiden vnd ctlich harte püffaußstehe müssen, doch hat alles ein solches enderreicht/daß nit allein der Societcr vnschuldgnugstm an tag kommen / sondern auch allevorige Mühseligkeiten durch erfolgten gluch-ltchenaußgang reichlich crgctztvnd vergölteworden. Wirwarcn angeklagt /daß wir dieKönige zum theil ihnen nach selb vndscbe.»stellten.-cs haben aber die Allcreristlichstc Kö-nige Hmrich der I ^-vn sudwig der Xlll.de.neu wir sollt nach demseben getrachtet habe/nicht allein Worten vnd Schrifften/ son-dern auch mn der ehat selbst/vudcrweisungchrer mitten Freygebigkeit gegen vns/ vnserevnschuldt auffs herrlichst bezeuget/ in dem sievnscrcSoctctet/soeinzcitlang »nt vmbemt-gcr Missethat/sondern allein wege böserzen/auß dc Reich vertriebe gewesen^ wider dareinberuffe»i/V»t0 durch Hccrcten vnnd Bcfclch

darem