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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
116
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Gedenckwürdtger Geschichten

Auß welchem all? mehr dan Sonnenklarerschcmet/daßdie Herm Stand Mb vrraq;ein solches Dccret wedervnszu verfassmebcso wenig Iunsdiction vnd Rechtens gehabt/als wandle Cathol. Standvmcr sich selbst?eins worden weren/vnd ohn dcßKömgs wis-sen vndbcfelch/wie auch der andern Ständbcwtlllgung/dicPrcdleantm 06 Diener derStänden lud» Vlr-ique oder auch die Standsclbstcnaußd? Reich zuvcrjagm beschlossenbetten. Auss weichen fall ohne zwcisscl dieDcrmStand lud vrraquc alsbald würdenprotestirt vnd sich vn lamm haben lassen/dzman wider rechtlich mltsncn handelte/ vnndein solches Vrtheil oder schluß mt von demrcchtmässlgcnRlchtcr hcnühre/sondcrn lau-ter wider des Dbcrhcnm gcbürcnd Rechtangelegter gcwalt wcre.

Es können vn mögen sie sich auchvnter dcTittel als bcschützer dcsVtaj.Brtcffs/cincrsolchen Macht gar nit vntcrziehcn sintemalmanniglichbetvust/dz solcher Tittel jnen zudem End gar ntt geben worden/vnd kein ge-walt zu seyen/oder Vrthcilzu sprechen/son-dern allein anzuhalten/ zu mmcln/zu beför-dern vnd zu procuriren nnt sich führe. Sobekennen sie in ircr Apologi selbst/es scyc vn-tangstvonKcys. vndKön. M. verbottenworden / daß die Defensorcs oderbeschützer(deß MaicsiätbrieffsInß auffdcrosclbcn wi-derkunfft/oder fenncrc Erklärung/kein Iu-samcnkunfft halten/ auch die Emwoncr dcßKönigr.auff src crfordcrung sich mt einstellesoltcn.WiekönendandieDer:?Stand ludV rracz uc vntcr diese Tittel sich einiges Rech-tens od gcwaltszusamcnkunfftc außzuschrci-bcnvnzn halten/zuVrthcil zu siycn/Unter-thanen vnd desKömgsgcercwc zu vcrbaneir/vnd zu vcrsagc/vnd sonst wider dieselbe gantzvnmilt vn Vngebürltcherwcißzuvcrfahrcn/anmassen/od nutetnlgemfug vndcrwindcni

Sie möchten vielleicht cinwendeii/daß siewider vnrccht vnd gcwalt zu srcr eignen De-fension vnd bcschnyiing solche dingen fürne-mcn müssen. Dieses aber kan auch mt gejagtwcrdcn.Dan e»nsolehcs Rccht/ncmblich cy-gcner Defension / hat kein statt da man vbcrgewalt init fug nit klage kan/da man auch beyder ordentlicher Dbrigkeit/nöblich dc König

vnd dessen Statthaltern vnd Beamptefreyj vnd sichere zufluchtvnd schütz habe»; kan / diesie aber sage woltcn/cben dieselbe wern mehrmit gcwalt dann Recht gegen sie verfahrn/derowcgcn sie an denselben anfangen/vnndsncn ein gebiß einlegen tnüsscn: mögen sie se-hen wie sie damit bestehen/sintemal sie hiemitsich mt allem im beschützen/sonder sncn selbstwider den Dbcrhencn recht sprechen / desKönigs vnnd von sm ordentlich angesetzterDbrigkcit Gericht vnd Vrtheil verachten/fr Recht abstncken/vnd also des höchsten^a-

stcrs der vcrlcntcn Majestät sich schuldig ge-ben würden.Dlß aber sey fcnndz es jcmalnden Denn Ständen in den Sin komm sey.

So viel die crkandnuß der fach vnd gcbür-ltchc belangt/ ist es vnlcugbar/ dz beyde theilzu gleichinüssm citirt vnd verhöret werden/wie solches d:c Keys. Rechten mtt sichbrin-gen.Nun »st es in gleichem vntcugbar/dz wirvondM Hcrm Ständen bub vrraguevorvnd ehe viclberührtcr Ban wider vns ergan-gen/weder citirt noch gehört scyc / ja auch sievns zu emren kein Recht gehabt / wie zuvornangedeutet.Wie sollen wir dan als die wedercitirt noch verhört semd/ftir vcrdamptc kön-nen gehalten wcrdcmVnd ist an diese so vielgelegm/dz/dafcrnbey solchem Proceß nochvjcl andere vnzchliche -bastcr vns zugemessenwürde/dieselbe all durch cm schlechtes leug-nen gnugsamvnd beständig komm abgclcintwerde:sintemal wir mjt en>c wort hettcn sagetöncn/wic scind nit ellirt/nit gehörr/viel we-niger vbcrzeligt worden/es ist alles was vnsauffgclcgt wird/falsch vnd erdtchtct/vnd nitdann lauter Lästerung vnd verleumbdung.

Es ist auch der Derm Ständen stm v rraq;wider vns crgangenes Edictum/aüß Mangeldeß dritten stücks/nemblich/ eines rcchmästi-gen Vrthcils oder Sentcntz/vnkrässtig vndnichtig.Dann erstlich laufft dieser Smtentzdes Dbcrherm/neinblich/Kön.M. Dccret?gatttz zu wider/wie auch vorn angerürt.Nun»st ein solches widenechtliches Vrtheil auchohne Appellation an sich selbst nichtlg.Ium2. »st diesesVrthei l wider die senige/so wedereititt/noch viel weniger vbcrzeugt worden/gesellet/ wie zum theilt vor? angedem/vn außfolgend? mit mehrcrm soll vernomm werd?,z So bringt aber der anßtrückliche Buchstab! Rechtens mit sich/daß-wann jcmandt krafftcincsEdicts od' Dccrets/so nit eröffnet/noch! d? abwesenden zu wissen gemacht / vcrdampt, worden/ftlbiges Vrtheil vn Smtentz gantz^ krafftloß vnd nichtig seye.Ium z. streckt sol-ches Vrtheil den gemeinen Ständen desReichs zu grossem Pr-rjuditz vn nacht heil/mdcdicDcrm Ständwb vlrzq; damit nttzufrieden se»nd/dz wir zu allen vnd ewigcnzcit?(eben als ob sie der Ewigkeit selbst zu gebiet?hettm)außde,nKönigr.Böh.gcbannctfcinvnd bleiben sotten/sondern wollen darnebenvnd sctzm/dz keine Ständ des Reichs/samptod' sonders/ vns in das Königr. wider sollenbrmgen/odervns wider emzubringm/ In-tcrccdirnvnd anhalten mögen.Wievngcrei-mct aber vnd wie gar e»n solches den Gesetzenvn Privlleg.des Reichs zu wider sey/kan einjeder selbst leichtlich ermessm.Äan weil nie-mand vber seines gleich? zu gcbictcn hat / vnnachfolgende Stand des Königr.Böhmen/eben so viel/ja mchrRechts vn Machts hab?als die gegenwcrtige Ständ iuv vir-l^uc

welche