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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
115
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Eigentliche Verzeichnus.

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daß er den Teuffel haben solt/selbst abgclci- sere Richter nitseyen/vn daß sie in dieser sachnet vnd widerlegt/auch dc der sm einBacken- suVrthcilcncin Sentcny zu feilen im we-streich gegeben/zu Red gcstelt hat.Also auch nigsteN kein recht oder gcwaltgehabt haben,als der H. Apostel Paulus vor den Richter- Keiner ordcnrllchcrIur»sdict>onWcn siestul gebracht ward/ hat er sich auffs best vnd sich hierin anmaßen / sintemal dieselbe alleinfietsslgstvcrthädigk/ ja da er vcrmerckt daß dem König selbst/neben den dreyen gemeine

sem Unschuld bey so vnrcchtfertigen Riehtcrn wenig statt finden würde/hat ersieh nltgcschcwet an den Kcyscr/ wicwol dcrselb einAbclglaubtscherHeydtwar/zuAppellircn.

Wir se»nd auch der Hoffnung/ es werdendie Hern, Ständ sclbst/vnangcsehc sicdicscrzeit vnscrc Feind scind / diese vnscrc so >,orh-wcndig als von der Natur selbst allen so vn-billieher weiß verletzt worden/ zugelassene jaerforderte Defension vn Rettung nit m vn-gute vcrinercken.Dan ob sie wol auß Eyfferjrer RcUgionswelchc wir gernbekenneil/daßvon vns tiicnialcn gcbillicht/sondcrn offtcr-mal bestrtttcn vnd widerlegt wordc)wlc auchauff falschen bericht vnd Prcfudltta vonvnsein gantz vngleiche meyniingvnndVrtheilgefast : Zwciffcln tvir doch nit/ sie werden/nach jrcm dapffercn vnnd auffrichtigey Ge-müth/ so ihnen verhoffentlich noch beywoh-net/v«rs als den anderen btßhcro nochvnge-hörtcntheil/ wegen alsolchcr Auffsthlagcnzur Verantwortung kommen lassen/vnd dasie nach besserer crwcgungaller Sachen vn-scrc Vnjchuldr sich befinden würde / einesandern sinncs werden / vnnd das ergangcneDccret selbst gern vcränderit vnd auffheben.Imittclft wollen wir in vnserm Fürhabe mitGottes hülff fortfahren/ vnd erstlich ins ge-mein crwcgcn ob vnd was solches wider vnsergangcne Dccret gelten mög od solüwöllcnalsdan auff icden punct so vns darin auffge-messen werden wil/ absonderlich antworten.

Esistbcyallenso wol des Geistl.alsdcsWc ltl.Rechtcns ersichrncn/vnlcugbar vndausser allem zwciffcl/jadas natürlich Rechtbringet es selbst Mit/dz zu einem gerechten VNbündigen Vrthcil oder Gerichtlichen ScN-tentz drey stück nothwcdig seyen. Erstlich einsolcherRichter/fükdcndle Sach eigentlichgehore.Ium anderen/dz der Proceß ordent-licher weiß angcstelt/vnd die Sach wie sichsgcbürt/zur erkandnuß gezogen vnnd außge-führt.Aunidritten/ daß / nachdem was an-gezogeil vnd crwlcfcn/ein rcchtmässlgesVr-thcil gefält wcrde.Nun ist am Tag/daß die-ses der Hcric Ständen lud vtraque Decrttnit an einem/sondern an allen dreyen stückenMangel habe/vnddcrowegen an sich selbstcnvnkräfftig vnd nichtig sey.

Dann erstlich/so viel das erste stück/nem-lich de ordentlichen Richter belangt/ darvonin Kcyserl.Rcchten außtrücklich bedingtist/daß niemand an das Vrtheil emes frembdenRichters gehalten seyn soll/ist es kundt vnndoffenbar/ daß vielgemeltc Her:n Ständ vn-

Ständen deß Reichs/ohne absonderung derCatholifchcn von den Vneatholtschen ge-bühret/vndzwar dergestalt/daß nach gemei-ncm Recht vnd Gebrauch deß Königr.aüchdie sämptliche Ständ keine Artickeleii sodurch das gantzc >bandt solle gehalten werde/,ohne willen vnd belieben deß Königs führ-schrc>ben/vicl weniger was iit d»e ^andtaffeleingebracht oder geschncbcn/odcr zuvor vostdcinKöitlg gcsetztvitd gebotten wordcn/jchr-wasverändern mögen.Wctlnwir nun vonden Böhnlischen Königen selbst vnd vermit-telst dcrosclbcn Auchomet/ willen vnd frcy-gcl igkcit/tndas Königreich beruffen/ vnsdascibstcn zu Verrichtung vnscrs Ampts völ-lige Macht geben/ zu vnterhaltung gewisseRenten vnd Einkoinen zugeetgncr/Colleglaauffgcrichtct/v5,dieses alles zu Versicherung/in die 4andtaffel eingeschrieben vnnd Regis-triert worde : Hingegen vielbefagtes Dccretweder vom König selbsteil / noch von densämptlich gemeinen Ständen/ sondern vielnwhr wider des Königs vnd dcrCatholischenStänden willen vcrfast vnd außgeben wor-den: Als ist mehr dann kündig/daß die HermStänden lud vrraque ein solchen Decretzuverfertigen kein gebühr oder ordentliche Ju-risdiktion gehabt / sintemal sie in desselbenAüffschrlfft selbst bekenen / daß es allein vönden Ständen tut? v rraq ue herrühre/vNd sowol dem König als den CatholischenStän-den/von welche die andere si ch ohne Vrsachabgesondert/zu höchstem mißfallen gereiche.

Viel wcnigerkönncn sie hierin eine anbe-fohlene Jurisviction für vnd einwenden/sin-temal nit weniger am tag/daß/nach dcmKö-nisl.M.außdemKönigreich verruckt/ al-solche Jurisdt ction allein demBurggrafftn/vndandcrnI.M.Statthaltern/saMPtlichanbeföhlet, vnd auffgctragen worden. Weilnun vntcr dcnselben/so wol derHcriBurg-graffals fast alle andere / der CatholischenReligion zugethane/der Ständen aber mbvrraque so dieses vermeinte Edict geschmt-det/gar wenig sich befunden/ habe diese einessolchen gcwalts sich niemaln anmassen odervmernemen dörffen.Ja/es haben die Hektnsämptliche Statthalter/ keine Macht nöchGewalt gehabt/ ohne sonderbar» befcich vndCommission Königl. M. wider vorigeDe-erettNdeß Reichs/vnsaußdem ^andzuvcr-bannen/vnd zu verjagen.Daß esaberKön.M.wlll solte gewesen sein / dörffen vnndkönnen die Ständt selbst nicht sagen / vnndist das Widerspiel gnugsäm am tag.

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