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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
113
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Eigentliche VerZeichnus.

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Axologi

Feinde) diesen« allen Vnhcyl möchte adgc-holffc>t/wcrden.

Ba aber E. K. M. vber vnser aller vcr-hoffcn dem gewünschten Fnedezu wider be-schehencr inassen sich von obgenaitten Höfenschädlichen Rachen cinnemmcn vnd verleitelalscn/vnd hcrgcgcn das gute wol«neincn derSrändc E. R.At.gctrewcn Vmerchanen/wie aiich andere auffrichtige / ansehnlichervnd vornehmer Personen Rathschläge zuruee seyen vnd vorschieben solte/ so bezeugendie Stände diß aberinatö vorGott dcm.>)er-ren vnd aller Welt/wann/da Gott gnädig-lzch vor se») / etivas schädliches daraus; cr-folgeit solrc/das; wir hieran keine schuld het-rett/f ondern E.K.M. vn d:c ie««igen so biß-hcroz.i solchen böscit gefährlichen Sachengerahten / vnd noch zu rathen nicht auffhö-rcn/Gott den, chzrr:en vnnd aller Welt darfür antworten müssen.

Westen nun hierinnen E- K.M. gnä-digster Will vnd Meynuilg sey/ bitten wirvmcrchämgstvnd gehorsanibst vns hierauffnnt vnverzüglichcr Antwort allergnädigstbcschcydcnzu lassen. Geben auffm PrägerSchloß den >>>.Iunii/Anno i^s.

-Oben haben tvir vermeidet was mästendie Böhmische Sränd il,h vrraque die 80-«icrei Ill8V «Nlt sehr schweren vnd hcßlichkRufflagcnbcschwcrct/ia auch auß dem Ondverbantlet. Es hat aber gemelte 8c>clcrecsolche Ausslagen auff sich nit ersitzen lassenwollen/sondern Mit nachfolgender Apologi(welche wir dazumal auf; ^atelNlsthcr m^clitschc Sprach vbcrgejcht)widerlcgt vndverantwortet.Vnd lautet dlefeibe also:

Ben^Bumii^i9. isttndcm Schloß zuPrag vntcr dem Namen der dreyen verei-nigten Ständen des Böhmischen Königr.so den ^.ctb vnd BlutChristivnter beyden ge-stalten (wtcsiejagen) e>iipfangcn/vnndzudcr Böhruischen Eonfcssion sich bekennen/ein öffentlich Beeret ergangen/ vnd m trurkaußgcbenworden/darind»c gantzc 8ocicrerl8 V v>ld alle dcroseibcil genossen / aus; ob-bcmclrem gantzen Königreich/allen stellenvnd Orten da dieselbe bißhcro ihre EollegiavndResidcntien gehabt haben/gebannet wer-den.

Erstlich/dajemandderselben 8ocicrcr indem Böhm.Königr.wer/bey wem/ vnd vn-tc» was sehen« es se«,« möchte/ bctretten wür-de/wtder den oder dieselbe / sie seyen wesStands sie wollen/soll von döBerm Stän-den/als wider Zerstörer des gemeinen Wol-stands vnd des Königr. Feind nachaußwei-sung der Statuten verfahrn werden.

Zum andern/soll allsotchc Hocicrcr,wederauy des Papsts oder jemand anders begehre/auch sonsten auff kein einige «vetß oder weg/wie d«e erdacht werden möchten / von nun an

biß zu ewigen zeittn/tndas Königreich mchtgebracht werden^

Zum?, da vielleicht ins künfftig so viclzuwegen vtlnd ln gemeiner Vcrsaniblung der4andstcndcn/od sonsten in berahtschl agunggebracht werden möchte/ob man vnsere 80-oicrcr Wider in das Königreich solte komcnlassen/soll niemand vo», den Ständen dessel-ben für sie intercedirn oder sprechen/ er wolledann für ein Zerstörer des gemeinen Wol-stands vnnd Feind des Vattcrlandö gehal-tcn/vnd als ein solcher gestrafft werden."

Bannt es aber nicht das ansehen hab/alsob die Bcrm Stand ein so scharpffes Beeretvnd Bann leichtfertig vnnd vnverschuldterwc»ß/w»dervnsvnd vnsere 8ociecerhettcnergehen lassc»t/ziehenfie ln gemekcm vnder-schiedli ehe Aufflagcn an/ dvmnt zu erweisen/daß solcher Bann auß recht vnd billich mas-sigen Vrsachen wider vns crkant sey.

Erstlich/jagen sie/wir haben ein geraumeJett hcro/ den Frieden vnd gemeinen Wo l-stand deß Königreichs Zerstöret. Zum an-dern/ wirsuchen zu erhohung vnnd befcsti-gung deß Römischen Stuls/alle Reich vndlandschafften der Welt/ desselben Joch vndGewaltzu vnterwerffen. Zum dritten/wirverhetzen Potentaten vnnd grosse Berm wi-der einander / vnnd richten so wol vntcr denständen/sonderl ich denen so nicht cmcrRe-ligion scind/ alszwischcn der Obrig ke»t viidViidcrthanen / allerleyvnemigkeit an/ faauch verhetzen die Vndcrthancn wider dieKönige selbst/ mitRaht/^ehr/ia auch ver-hcistüngcn/ daß sie das ewig ^.ebcn erlangenvnnd dem Fcgfewr cntriilnen sollen. Zumvierten / erforschen wir alle heimligkeitendurch die Bcicht/vnnd hcnschen daher vberaller Äkenschcn Gewissen/ja rechen vnd trei-ben sie zu vnrcdlichen stnckcn.AuiN fnnfften/folgen wir de Fußstapffcn dcr^Tempelhcrm»mch/ indem wir viel schölte gelegenhettenvnnd zeitliche Güter an vns brächten. Zumsechsten / wir »Nischen vns m das Weltli-che Regiment. Zum siebenden / wir hieltenvnnd schrien die alle für Kcyer auß / so derRömischen Klrch nicht gchorsambten/Bhr-tcn auch öffentlich/daß man den selben glau-ben zu halten nicht schuldig sey.Aum achten/vonalsolchenvnsern vnd vnscrcr 8oc»ccstlistigen anschlügen vnd lästerlichen stücken/köntcn auß andern Königreichen vnd 4and-schafftcn mit Namen/auß Franckreich/En-gcllandt/Bungarn/VenedigNtdcrland/vnandern Provlntzen des Rom. Reichs/ gmig-same Exempel vnnd Jeugnuffcn Herfür ge-bracht werden. Zum neunten/vnangcschcndeß vonIrcrM. Weyland Rudolph dem!il.Röm.Keyser/Christmlttevandcnttcns/ertheilten Maicstätbritffs / diefrcyc Zulas-sung vnd pbung der Religion bctrcffcnt/wie

^ ff auch