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Ordnungder Stände Macht Gewalt ver-liehet/;» allen beschädigcrn vnd Zerstörerngemeinen Friedens ohne einigen rechtlichenProceß vnd Verhör ;» sehen.
Aus: diesen vnd andern Vrsachen wii sichmt gebühren vns mit solchen Zerstörern ge-meines Friedens/ E.K.M.vnddcs ganycnLandes Fcmdcn/tncincin rechtliche Proceßemzulasftn/sondcrn Mich wider sie würckli-chcn ad exccunon? vcrmög der ^andsord-nungvnd viel indiesemKömgr.vnd anders-wo geübte,» Exempeln zu künfftiger War-nung allen bösen Ruthen verfahren worden/vnd hierdurch weder vnsere Freyheiten m»tnichtegcschwachct/sondcrviclniehr bckräff-tigct/ ziehen auchdarmitl'ctn boß Exempelauffvtis vn vnsere Kinder vnNachhomcn/sowirdt auch E.K. M. Iuramcnt hiermit nitgeschwachct/ sondern viel >nehr gcstarckct.
Beym Beschluß E. K. M. Schreibenwirdt nachgesetzt / alssolten wir nm diesenWorten drawen/ da wir melden: wir habenvns müstcn vmb andere Hülffvmbsehen/ vnob zwar dieselbe schon an allen Orten ge-sucht/so semd doch E.K.M.der gantzlichenHoffnung / daß keine Christliche Obrigkeitdiß vngebührllchc(wie daselbst dieWvrt lau,ten)der Stände Furnehmenbillichc werde/sondern es werde sich ein jeder desstn bcfahrcmüßen/daß >h,n vmcr solchem Schein der-gleichen erwas oder wol ärgcrs von seinenVnderthanen widerfahren möchte.
Hiermnen habcndie Stand iud vrraqucdicsesKönigr.das Vcrtrawenzu Gott/daßsich nichts befinden wirdt / darinnen sie wasVngeblihrliches für sich gcnonimcn hcttcn/dann sie bißhero hierauft besondern auffachtgegeben vn noch geben/daß sie nichts zu Ver-letzung Gottes/E.K. M.vn dcroHochheit/auch nichts anders/ was von andern beutennitköntegcbilllchet werden/anfiengen / wiedann sie auch bißhero m jhrcm/so Mich vndrcchtmässigcn Fürnchmcn vo»i manlgttchenvngehmdert ble»bc>vvnnd ob Gott ml/blei-ben werden.
Ha aber auff böser Räthe Anhctzung einvnvcrhoffter Einfall in dieses Kömgr. ge-schehen solte(welches doch zu E.K.M. nurpns alsdiegetrewe Vntcrthanenzu vcrhen-gcnnitversehen wollen) So seind doch dieStände zu Gott dcmAllmächtigcn/wclcherzu forderst selbst als ein gerechter Richter vn' Schutzhen seiner Gläubigen / we, l n es sc: neeigene Sachen anbelangt / selber vor vnsstreitcnwirdt/der vngezwciffcltc Hoffnungvnnd Zuversicht/er ihnen alsdann solcheMcttschlichc Hülff vnd Mittel endle Handgeben würde/dadurch sie der Religion vtindVatterlands Feinde/ krafftiglich Wider-stand thun möge/so het sich auch c«ne Christltchc Obrigkeit/wann sie jrc Pflicht/da rnur
sie ihren getrcwen Vnderthanen verbundenin acht n»mbt/durch diese Hülffe/ damit sievns in so gerechten Sachen bcyspringenmöchte/von jrcn Vnderthanen/ wann nuralles was zugesagt ist / würcklichcn gehaltenwürde/einiger Gefahr;» besorgen.
Wir semd aber zu E. K.M. vermittelstdcmühtigstcr Bitte dieser VnderthänigstenHoffnung/dieselbe geruhen dermal cins d»e-scr schädlichen Rathe sich zu entschlagcn/ vnviel dieses trewhemge auffrichtige/ nöthigevnd viiverinctdlichcfürhabcn den Ständendieses Kyntgr. ihr allcrgnädlgst belieben las-sen/ die K eys.vndKön.Authoritctzu rnter-poniren/vnd vcrmög frerPflicht/damit siediesem Königr. verbunden/vns gege solchenbösenRathcn vnd schädlichenIcrstörern ge-meines Friedens ( wclchediescn Zweyspalt/Vnhcyl/Vnfricden vnd alles Böses mit freschädlichen Rathschlagen vcrvrsachet hab?)zu schützen vnd handzunehmen/ dadurch die-sem Vnraht auffs eheste geholffe/dicscs Kö-nigr.Böhmen als das fürncmbstc Glied deßRcichs/vntcr E.K.M. glücklichen Regie-rung/bey seiner Freyheit vn stanthafftigkcitbehar:l»chenFricdi erhalten werden möchte/darneben dannzuforderst GottderAllmäch-tigc/dan auch das gantze H. Röm.Reich einbesonder gefallen habcn/vndE.K.M.Key-scrltche Cron dardurchbcstettiget wirdt.Vnwil bey E. K. M. wie obbemelt/sich hicbe-vorn/gegen den Ständen allergnädigst er-bottcn/daßvon E.K.M. vnverzüglich an-sehnliche hohe vnnd fürnehme Personen zuCommlffarien abgeordnet werden sollö/wel-chcdlßallce/was in diesem Königr. vorgc-lauffen/sanipt dem was noch in Vnvcrneh-mcn bleibet/anstatt E.K.M. durchgcbür-liche Mittel zu End bringen möchten / »nmästen dann zweyffcls frey an E.K.Maie-stät von Churf.Pfaltz vnd Sachsen derglei-chen wolmeincndeErrmnerung geschehen/wir auch von höchstgcdachtem Pfaltzgraffcnvnd Churfürsten bey Rhein durch derselbenanwesenden ansehnlichen Gesandten dessengnädtgstcrmahnetscindworden/auch der-gleichen durch den Churfürsten zu Sachsengeschehen/so wol schnfft-vn niündlich durchvnserc widcrvmb zurück kommende Abge-ordnete.
So nun E.K.M.dicsesMittel vnsaum-l ichenandicHandzu ncmmen beliebet/ des-senwirvnnddieStände bißhero vndcrthä-nigst gcwcrtis gewesen vnd noch seyn / wiekünfftiger Zeit die Stände aller ihrer Frey,denen m Religions vnnd Politischen Sa-chen vnnd eines beständigen Friedens ver-sichert seyn könncn/dz als dero durch GottesHulff vnnd Vsrmntelung solcher hoch ail-sehnlichen fürnchinen Persmien ( nicht aberder Partheyischcn E.K.M.vnd dcrStand
Feinde