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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
62
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^ D evencrwurvlg

seyn können vnd derowcgen aH einem eini-gen das Wahlrecht entsprungen werc:Ist nicht nachmals diesem Recht derogntvnd benommen worden / als vmer Königkeröinanöo dem ersten in gemcmen Land-tag wrchgemcme Stimmen gcscytworde/auff daß nach KeyserEarls IV.BrclarationvndErlcuterung/ vnd VVlaöizlz, Anord-nungvnd kcrctinsnäi I. letzten Revers/ inder Königs Wahl procedirt v»id gehandeltwerdcevnd dieses ist vnter die Satzurigen deßKönigreichs gesetzt/vnd nachmals gar fleis-sig gehalten worden»

Ietzundcr sitze/wieder ander Theil ein sokahle Vrsach fürwcnde / der Absetzuitg-nigs^crcimancli: Baß er nicht außwillkührder Wahl sondern aus; Schuld auffgenom-mensey. Vnnd welcher auß denen Böhmi-schen Königen ist auff dieselbe weis; erwch-let worden / der nicht wegen deß Geblütssein Recht darzugehabt / der emlge podie-brat außgcnommcn? aber wirargumcnttrenvndschlicffen viel anders für bcröinznüo.Bann Erstlich: Sctzcnwirdcn ^aiorcm,oder den Fürtrab aus; der -sandsH>rdnunggenommenauff diese weise. Man muß diegüldene BullenOrolilV. wie auch Kö-nigs VVl-üi5l2! Maiestatten/vnd beröl.nancii!.Revers oder Brieffhalten: in wel-chen allen gesetzt wird/das KönigreichBöh-men sey ein Erb Königreich / vnd habe kernefreye Wahl/ als allein in dem Fall/ wannkeine Erben mehr vorhanden. Ber KUnoroder Nachsatz wird vns von den Widersa-chern zugegcben/wclchcralso lautet: b'cräinznctus aber ist nach I^h^lt obgesagterConstitution zum König angenommen wor-den : Folget vnwidersprachlich/daß er derrechte ordentliche Könlgsey. Slibsumir duänderst oder jeye folgenden Nachsatz : Aberder emgetrungene Pfaltzgraffist nicht nachVerordnung obgesägrcr Satzung zum Kö-nig gemacht worden: orgo ist er »ucht K ö-nig. ^u cjixiüi: Also ist eswie du sagest/daüer ist nicht König. Welchen dann wir hie-mit auff das allerhöchste wollen erinnert ha-ben/daß erwolauffschawe/ wzer mache/auß was Recht/ durch welcher Summ vndWahl/ er sich wider das Königliche -Hauptsetze vnd solches antastet welches ist solches?wie groß? ohne alles Recht: «m lauter Ge-waltthätigkeit/ ni»t Beystimn,ung vnd Be-fördcrungderRebcUenvnd Auffrührischen.

Die ander Vrsach/Wamnlb sie den

nig/deme sievnnd welcher »hneii ge-schworen viid den sie gekrönethaben/abgesetzt.

diese Auffnehmnng vnnd Krönung/welche noch bey Lebzelten Kcystrs Mat-

...

th,X/AnnoiÄ?.gcsthchen/durchPracttckenvn heimlichmBttrug gesucht worden.Bar-zu man etliche trcwlose deß Vattcrlands vi» >Königreichs Vermther / mit Gaben vinid!Vcrhelffungcn coreumpirr, andere ii?»tschweren Bräwungen gezwungen/ gezogen!vnd gebraucht hat. Nichts desto weniger istauch dieses nicht ohne Bedingung geschehe:welchewanncr sie nicht hielte/selten jhmcdie Stände Mit keinem Gchorsamb vcrbun-dewscyn.

Baß die Auffnchmung vnnd KrönungKömgö korcil nancii ll. Nicht recht vnd or-dentlich geschehen sey/ erweyscn die Pracri-chen/Gcschcncke/Brewungen.Btesc z.Sa-chen wendet für gesetzte Vrsach. Ist meytsvbrigs/ als daß auch erwiesen werde/ das eswar sey. Auß der conKrmarionaber dieserVrsach können folgende Beweist genomenwelöen. Jum Ersten/ Als dieser -Landtagaußgeschrikben worden/wegen deß Königs/habe man gebottcn/daß ln demsclbcn nichtsgehandelt iverdc/wclches der alten Gcwoii»heil vnd Gcsatz zu wider. Jum Andern/ ebendarumb haben viel auß den Ständen auffsolchem vermessenen -Landtag zikerschemensich beschwcrct.Bie aber gcgcnwcrtlg gewe-sen/haben jhre oder Stimmen da-hin gerichtet/daß dieses wider die Freyheitvnnd Privilegien deß Königreichs strmte.Aum -Dritten/das; die cmvcrlcibte pro u in.c»cn zu crmclter Wahl Nicht bcruffcii worden/welchen dennoch verheisftnwordcn/daßindem nechsteil Landtag solte erörtert wer-dc»l/ob sie auch Gerechtigkeit zu der Wahl-stimm hctten/wclchc siezn habenverinenirc.Auni Vierdtcn/daß d»c Verräter deß Va:-tcrlandts denen/tue nicht zusinnnicten/ vcr-ltist deß -L.cbcns gcdräwct. Aum Fünffec»i/daß alle Päpstler hm vnnd wider/auff denStrassen vnd Gaffeii auffgeklaubt wordcii/dannt sie ia mit menge der Stimmen dieandern vberstimmeten.

Bas Erste belangende / fohabe dergut>hcrtzige -Leser diesen Bericht. Gesetzt daßnach ordentlichemGebrauch auffdem Land-tag zugelassen sey/etwas anders zu hand-len/alswasvon de König proponlrt wird:So ist doch daß der rechten Vernunfft gantzvnd gar zuwider/ daß man wegen billichcrVl fachen/ nicht etwas anders fürnxmmcnkönne.Vnnddiescsmußvon den gebräuch-lichen l.andtägcnvcrstandcii werden/ nichtaber von denen / welche wegen cmcr beson-dern Vrsachen angestellet seyn / sonderlichwanit einnewerKönig eingesetztivnd: wel-ches Wcrck so wichtig daß es billieh einenbesondern Landtag erfordert. Wanii aberein einiges bcdencken die Annwimang deßKöiugs betreffend gavesen/ Heere solches i n!

gebung