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Fama || Avstriaca : Das ist/ Eigentliche Verzeichnuß denckwürdiger Geschichten/ welche sich in den nechstverflossenen 16. Jahren hero biß auff vnd in das Jahr 1627. begeben haben. Darin sonderlich die Böhmische Vnruhe vnd Außgang derselben/ neben viel andern sachen so sich fast in der gantzen Welt zugetragen/ erzehlet werden Sampt einem kurtzen Stam[m]Register deß Hochlöblichen Hauses Oesterreich
Entstehung
Seite
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sie ermesse b.yl?ulsam mit vielfältigen be-schwerlichen anhalten so weit gebracht/daßsie bewilliget/cmcn Mann Zunehmen / wel-cher Pas -lande rcgtcrctc. Wie sie auch durchihre Zaubcrcy jhr euicn Mann von demMugvnd Ackerbaiv erwchlet /mit Nan»cn, vntcr dessen ffürftlichcn Na-men sie dennoch alles nach ihrem gefallenanordnete. Auß dieser Vermahlung ?re-mislzj Vliiidi ^bliN^fcyiiddieBöhmischenFürstei» herkommen/vnnd haben ordentlichnach einander regieret/also daß solche-limennie Zernsscii wordc/vn Zwar scynd solche alleMaimestaiumcn gcwcsen/blß auss?rLin!ZlzumOuNog3ruili,Wclchcr/wleobcnvcr-nicldct/ voin Keyfer Frldcrlch obgcsagecs?riuiIcZiu i-> deß K önigrcichs vberkommen.wie aiich von diesem biß auss

den Migen VVeucei.laum , welcher Iu-dlthKcyserv ssuüolpüi ^ullriaci deß Er-sten Tochter ihmc vcrehligct / mit welcherer VVcnct.'5laum den Jüngern vberkom-men / der nachmals von einem boßhassrenMörder vmbbracht worden / vnnd keineMansErbcn nach shme verlasscn/vnnd derletzte Fürst m Böhnicil gewesen / so vomVättcrltchcn Geblüt voit e^nnslÄc» demErsten herkommen. Vnnd von der Aeit an/ist dir Königliche Würde/durch Weibsper-sonen/ dcc eben so wol auf? demselben Stam-me gewesen / auff die Nachkömlnig fort-gesetzt worden. Vnnd also ( danm wir waserZchlet/auss vnscrlnltirur vnd fürnehmenZlchenW Soiinenklar/daß von?ceml»lal I.Sohn an/biß auff ermessen V Vencedaum! den Sohn InciirN-c alle Fürsten

vnd Köiligedurch Erbliche 'Ucceislvn, nitaber durch frcycWahl der Stande/cmandcrnachgcfolget/ auff kemc andere Wesse/alswie ln andcrn deß ch). Reichs Fürstenthu-mcrit gcbrcuchlg.Vnd daß noch mehr/ so iste inem jeden Fürsten frey gestanden vnd er-laubt gewesen/daß er frey vn vnverhindert/nach semcm gefallen einen auß femen Söh-nen/wann deren mehr gewesen/Zu emcmEr-bcn hat können benennen : Wider welchessich niemand jemals gesetzet/ oder den scheineliwr freyen Wahl eingesprengt vnd fürge-bracht hat. Wo bleibt setzt cwcr alte»-ge-wendete Freyheit? Wo findet sich d»c -limenod' Ordnung derer/dtc sie mit freyen Wahl-fitminett erwchlet? Soltc vnd köntc nit ausscmem Thron der Regierung eines einigesStammensalso bestcndige vnd langwingeVerhanung/gnugfamb crZwingcn/daß sel-biger Zcitdie freye Wahl keinen räum nochplatz gehabt?Wo diese freye Wahl ist/ vnndgeschieht daß cm Fürst nüt Todt abgehet/alssicher cmem scdcn frey seme Srnn Zu geben/dein welch er chme gesellet/ dg dann vnmug-lich daß n»t Spaltungen solrcn m»t etnlauf-

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fcn. Wie sich dann auch met AußlandischcfrenibdcHencn befinden/ welche öffentlichsolchen Fürstcnthnniern nachtrachttn/war-ten mit beglerdt vnnd verlangen / daßfhnen solche auff- vnnd angetragen wer-den. -Dieweil aber in dieser der Böm-schcnFürstcnOrdnungvn Vicccssion sieh mchtsderglcichcnbesindet.Vnd so elwan ein Awi-tracht sich begeben/ ist solcher allein gewesenZwischen denen so von einem FürstlichenStamm vnd Geblüt Herkommen seyn: Alswird kein Vcrnnnffttgcr/ (wann nur keineVerstockung bey shmc ist/) taugncn können/das BöhmlschcFürstcnthumb sey ctlich hun-dert Iar Erblich /vnd mit Nichten der freyeWahl vnterworffen gewesen.

Dessen Zu mchrcr Erlcutcrung/ wollenwir allhicr dcrOrdniing nachsetzen alle Für-sten/welche von Anfang wegen ihres Fürst-lichen Stanks/ das Fürstmthumb in Böh-men besessen vnd regieret haben. Wie solcheauch in iren Böhmischen Chronicken setzenvnderZchlenIoanlies vuörauius BtschoffZU OloMUtz/vnd VVencez.IZaj('kl,x.8sc.

I. </?e< k>u«,dcß BöhrmschcnVolcks er-stes tzhaupt. Dieweil er aber ohne Erbengestorben/ist shmc auß einhelligem Lon-ienx deß gantzcn Volcks gefolgct/

II. drocuz,Anno 670. Außscmendreyenverlassenen Töchtern / hat nach deßVakters Todt regiert/

III. i.ydulla, Annosio. Dicweilabcr dieBöhmen deß Weiblichen Regimentsvbcrdrüssig/vnd sie einen Mann Zu ne-mcn/gcZwungcn / als hat sie shr erkieset/

IV. ?rcml5lzum, Anno?^. Von diesenbeyden ist der Böhmischen Fürsten Ge-schlecht fortgcpflantzt vnnd das Für-stenthumb Erblich worden : nicht sofast auß Bewilligung deß Volcks/ alsauß dem Gebrauch vnnd Gcwonhcss.Dahcro auch geschehen / daß ob wolbtßwetlcn die Fürstliche Erben vngc-fchickt vnnd Zur Regierung vntaugsschgewesen / nichts desto weniger wegendeß Geblüts in amrcttung deß Regi-ments gefolgct seyn. Ein solcher ist ge-wesen der Sohn ksscmisiai vnnd ssv-bullX,

V. d!c2^mj8lju8.Anno745. Nachjmhatdas Fürstenthumb ererbt sein Sohn/

VI. /vi Anno ?sz. Ist shmc gefolgctsein Sohn/

VU.Vc»Acnu8,Annoso4. Diesem femerst-geborncr Sohn.

VIII.Kic/vliuslluz.Annos^.Andere nen-nen jhn Vm!>tzum(wlewol k)udlzu>usdafür helt es sey ein ander.) DiesesSohn ist gewesen

IX.dicc/aü.Anno85T.SeiuEltesterSohn

regieret nach jhm/nembl»chE