^ 44 Gedenckwür!
Wahl befchützer alle ihre Hoffnung gesetzt/vnd ihren Grund gelegt/ ihnen gantz vndgar entgegen vnd zuwider.
Weiter/die andere zwo Bullen eben des-selben Keysers Ariderichs belangend/ (dererHatum ist Anno Christi M6. vnd Annei-zi) So ist vor allen dingen von denen sel-bigen zu wiffeit/daß sie mchtpriuileul c seyn/sondernnurlnucstirurcnzweyer Königen/nach erklarung deß obcngcscytcn?. iu>lcg>j.In welchem auch dieses zu Bekrafftigungvnscrer ^sscrirrcn Warheitgar wol dienet/»n dem der Keyser außtrückemlich bekennet/daß er als dem Erstgebornen / nach seinesVattcrs «bleiben/ das Königreich Böhembinnen zuhaben vn zubcsitzk verleihe. Wohingehet dieses/ wann die erst gcburt nicht eitlenVortheil oö Vorzug hat mder8^>cc. llBn?Warumb als de Erstgebornen^ So er es imverliehen als dem Erstgebornen / so folget/daß er als ein erb/vnd nicht als aus? Gerech-tigkeit der frcyenWahldcrStandc zu mKö-nigrcich kommen sey. Aber wir wollen hiehcrsetzen die Wort Keyser Fridcrichs die er inseiner Annowzi.Äatirten Bulicnchat/ inwelcher er ^encczlaum den Jüngern zumKönig conkrmirr vnnd bestättigck. Alsdann (spricht er:) gläntzct mit ihrem anse-hen die Keyserltche Hochcit / »vanii sol-che die Stralen ihrer Klarheit/zu den^nKönigen vnd Fürsten/so ihrem Gewalt vn-terworffenaußgeust oder kommen lest/ vndmit ansehnlicher Freygebigkeit ihnen ihreBäuerliche Königreich bestattiget. Mcr-cke dieses: ?^rerna regnz: Bäuerliche Kö-nigretch.Also werden gcnennt dc jeutgc / soErblich auffdie Kinder kommen. Achretfort.Haher ist es/ daß wirdurch gegenwer-tigcn Keyserlichen Bricff wollen zu tvisscnthun/daß alsvorzeite/da noch vnscr gelieb-ter Fürst Orrlio^srusderÄurchleuchreKö-nig in Böhemb im leben/ Wir vonWcntzc-len vnscrn gcltcbsten Fürsten vnd Schwa-ger die gewonliche Huldigung genomnien/vnd ihme als dem Erstgebornen (spitze dieHhrcn) auß vnserer vngcborncn Freyge-bigkeit/das Königreich Böhemb/ nach sei-nes Vattcrs tödlichen Abgang zubesitzenvondem Reich vcrUchenhaben: ^rrenäcn-res. öcc« Erzchlet darauff die bterirz vndVerdienst 0cchoZan vltd seinesSohns/vnendlich redet er also: Sehen hiermit fort dieGabenderlcngstgehabteLoncclsion gantzfrcygebig/vndcontii miicn auß Keyscrlich-erMacht vnd ^urkorirer das KönigreichBöhemb mit Ehr vnd Würdigkeit/Stät-ten/u.
Es findet sich aber ein Erklärer KeysersFridcrici/vndzwar ein solcher/deralsoAde-lich/also groß/also Fronib gewesen/das nie-mand wider ihn etwas einzuwenden / ncmb-
l»ch Keyser Carl der vierdte.Wtrd er auffdeß OcstermchischenStambs wtdersachemselten seyn vnd ihrer vcrlorneSach helffeniWarumb nicht? wer woltc zweifeln? densonsten würde sie nit auffziehen m»t ermeldcsIV. Bullen, so im ni^.Iahr Ha-tirt.-Darinnen er von Wort zu Wort obengefitztes ?riui!cgium Keyser FriderichsLtinnrmir.r.lächerlich aber kompt nurfür/ dz sie durch die bittere Warheit gezwun-gen/frey bekennen/crmelte Bull sey so weitauff ihrer Seiten / als weit sie deß andernBull conücmirr: hcrgcgen aber Wider sie-außgcleget werde. Aber lieber wer ist dochjemals cm solcher Fantast gewesen/ daß erdie jcntgen Bricffe m cmem andern Ver-slandtcontirmirihette/alserselbsten joicheverstanden vnd erkläret? Hicweil dann
1 v.crzcltc Brieffc also erlcutert/daj-siedcr Erblichen 8ucccls>on derer rcchtmcs-»igen Erben im Königreich Böhemb nichrcprTiuclici'lich oderverfcngltch sein svllci /wie hat er dann solche inememandern Bei-stand! können coniinniren, nemblich/ alswann in demselben die Erbliche8>.c>. llBnganp vnd gar auffgchaben vnd cs ls, n würdttBleibt dcrwegcn ein anders mal dahennd/vnd bringet vnbesonncn solche Sachen mitNichten auffdie Bahn/ welche euchselbstenzuwiderseynd vnd stürtzen. Recht auff solcheGesellen / die/ wann sie in ihren eignen Sa-chen keinen recht,näffigen bchelffhabcn/vcr-gebcnsvnd vermeffenzusammenklauben vnderdcncken/was sie nl»r können vnnd mögen/vnnd nachmals sich iwt ihren eigenen Waf-fen schlagen.
Aber last vns ein wenig die -Lonlirmzcione^i Larvli t V. erwcgcn: dieses scyndseine Wort: HaMit aber aller Awciffel oderdunckcles mit welcher obgenieltcr Briefenrenor vnd Inhalt bezüchtiget wird/hinweggenommen werde/ auff daß die vorgenentcK önlgc in Böhemb vilnd desselben Inwoh-ncrvnd Stände in rechter Einigkeit der lie-be deß Reichsverhattcn/vnddicse Einigkeitim Band der liebe halten/«. Als erklären
wir/sprechen auß/vnd setzen/Ja clec I z >j re r>
im Schutz dieses gegenwertigen Brieffes/daß die Wahl eincsKönigs in Böhemb/al-lcin in diesem Fall vnnd Justandt / wann esdarzukommensolte(welches Gott verhütenwolle) daß niemand mehr auß dem Königli-chen Böhmischen Stammen vnnd SamenMännlichenoderWciblichen Geschlechts/der ein Rechtlicher Erbe/ vorhanden were/oder auff ein andere weißsolches K önigreichwürde erledigt vn frey wcrden/auffdlcPr^-laten/Hcryogc/ Fürsten / Freyhenn / Rit-terstandt vnd gemeine Stätre/vnnd was de-nen anhängig/w.rechr vnd billichzu ewigenZeiten kommen vnd gefallen seyn.
"Dieses