Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
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42.

anderen Iüden in Europa / als- k4o5<Riaprulvlct>il2. b!ieruialoim.Daßman darvorhclt/diß werc die rechte alte pronunciacion.Er hane die bledrscische Schrifft / so ihm gc-zcigclwordcn/gekand/ aber nicht lesen können/bann er hatte in der Jugend zu der 1/inc-scheu Sprachevnd l'Inlosopln beliebung ge-habt/vnnd also seine Muttersprache zu lesenvnd zu schreiben sich wenig bemühet. Hatteauch zu verstehen gegeben / das er daher vonseiner Frcundschafft nicht groß geachtet wur-de; fragte auch nicht viel darnach / wenn ernur den ßraäum Ooötoracu!, darumb ersich bemühcte/ erlanget hette / sintemal er bereitI^icenciatU5were. Dann die I'iinelcr sollenweder Iüden noch KiaKumcliKen,vnzeach-tet der Religion/ die grallu; VNd konorez infaiultarc pdilolopdica weigern.

Dieser Israclue hatte berichtet daß seinesGlaubensgenossen nicht allein in der Land-schassl Lk-guin viel familicn hctlen/ welcheihren Gottesdienst m öffentlichen LynsAvxen trieben/sondern wcren auch im Reichehin vnd wieder zcrstrcwet / jedoch ohne 8z--

^o^en.

Als nach ) Jahren die Iesuitcr nachsgzmckcu,welches dieHauprstadt istin Lde-<^nln(in der Ivlappc aber Lbcczvismgenand)geschickt / haben sie bcsimden / daß der Iüdewarhafften Bericht gethan hatte.

Dieser Israelitc hat auch gesagek/ das inseinem Vatcrlandc Lai 5um5u,vnd an an-dern örtcrn / Leute wohneten/ die ehretcn vndbeteten das Lreutz an/pstegtcn auch ihren Kin-dern ein Creutz an die Stirn zuschreiben/Item über Essen vnd Trincken ein Lreutz zumachen /Er aber/ wie auch sie sclbsten wnsteirnicht/ warumb solcher Gebrauch bey ihnen.Ihre Gebete wcren auß der Israelitcn Schrif-ten (vielleicht auß dem Psalter Davide) ge-nommen.

Die lancier nennen solche Religionslcule l'cr^ai. Diese ^cr^ai wertn viel imsanguinischen Reiche gewesen / aber vorshngefehr60Iahren bey den lanciern vmbeiner ihm vnbewusten Vrsache in Verdachtgekommen/vielleicht durch angeben der Kl->-bumcMen, welche den Christen allezeit ge-hassig. Das/als dcrKl->Aittrat wollen Handan Sie legen/ der meiste theil auß furcht ihreReligion verleugnet/ etliche zuden Xl->K um e-cischcn Glauben/vnd etliche gar zu denl'-i-nesischen Göhendicnstsich bckand. Vnd sollenitzo ihre Kirchen in Götzen Tempeln verwan-delt haben.

Hicrauß ist zu vermuthen daß die Lehrevon Christo auch in diesen cussersten Landernerschollen. Vnd helt man darvor/daß cSdurch S. Thomas/welcher in denOricntali-schen Ländern daß Evangelium außgebreuet/zli erst sol geschehen seyn. Wie denn die Ie-suitcr auß einen alten Ehaldeischen Bliche/so Sie in Indien an den 5-laIaba rischenGrcn-qen bekommen / dessen gewisse Nachricht zuhaben schreiben. Dann im selben Buche solgeschrieben stehen: Durch S. Thomas istoerGötzendienstinIndienauffgehaben: durchiS. Thomas seynd die 8inzc (dann so nennetsie auch ?lolemeu5) vnd Moren zur War-heit bekehret vnd gemufft worden.

Vnd so viel auch kürzlich vom

Reiche 5?ina, vnd derer EinwohnerLeben vnd Religion.ACH Gott/ wie viel vnd mancherley Völ-" cker hast» vmer der Sonnen gehen! Wiegrosse Gnade hastll vns erzeiget / in dem duvnshast lassen geboren werden/ in dem Lande/da die rechte Kirche vnd warer Gottesdienstzu finden. Dir drey einigem Gott sey Ehre/

LobvndDanckgesaget/von nun anbiß in Ewigkeit^

Klage-

- ' ' » ' »! ^