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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Seite
537
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Reise Beschreibung.

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Kirchen vnd Capellen' drinnen/welche täglich besuchet werden/ eine istvonStein vnd ziemblicheeAnschens/wie sie von aussen zuschätzen war.Sie wölken niemand von vns in die Stadt gehen lassen.

Den gclangeken wir in groß Nawgart an / vnd funden für vnsden Sulthan/ machten vns folgenden Tag wieder auff/ vnd verliessenden 17 Martij die Russische Gräntze.Vnd als wir im Eintritt Inger-manlanbes vernahmen/daß Herr Iohan Müller von Kunde/vnserguter Freund/zuOberpalen/an einer gefahrlichenKranckheik zuBet-te lage/vnd nachvnscrm >äcä,co ein sehnliches Verlangen hatte/ rei-sekc derselbe mit dem Lecrcrsno. welcher auch mit einem Fiber befallenwurde/voraus.E» war aber H. Müller/ weil wir noch vnterwegens/mit Tode vcrblicchcn.

Den letzten Martij zogen die Gesandten mit dem Sulthan zurNarve ein/da ihnen dann der Oberste Wrangel mit 5-0 Reutern/sie zilempsiingcn / entgegen kam. Der Sulthan wurde bey einem Rakhs-Herm Jacob Müllern einquartiret. Als dahin sich sehr viel Vslck/sonderlich Weibespersonen vcrsamblck/des Persianers Weib/ wennsie aus dem verdeckten Schlitten steigen würde/zu sehen/hat es demSulthan so häfftig verdrossm / daß er auch ehe zur Stadt lunaus/alsseinWeib sehen lassen wollcn.Hatke auch gefraget/Ob dann die Wei-ber in der Narve/welche sich so bloß sehen liessen / alle Huren wären?Dann innersten kein ehrlich Weib sich vonFrembden vnter Augensehen lässet. Muste verwegen das Volck alle weggeschaffet werden/ehedas Weib aus dem Schlitten gieng. Der Sulthan ließ auch hernachan andern Orten allezeit den Weiber-Wagen nahe andasOuarticrrücken/vnd dm Gang vom Wagen biß zur Thür mit Tüchern behän-gen/zwischen welchen die Fraw mit jhrer Magd(wclchezuCasanvmbz» Thl. gekaufft wurde)aus vnd eingehen muste.

Den 4 April, mit selbigem Geleite/ als herein / auch wieder ausNarva gezogen / vnd auffdaeDorffpurtz gangen/ da sie einen Tagstille lagen/vnd andere Pferde gemietct.Den 6 Apr,lis begaben sie sichingesampt auff den Hoff Kunda/vnd blieben daselbst 4 Tage. Vonhier kunten wegen Abgang des Schnees die Schlitten nicht mehr ge-brauchet werden/ mustcn verwegen zu Pferde vnd Wagen reisen.

Dcn iz Aprilis erreichten sie die Stadt Rcvel/ vnd wurden voneinem Ehrnvesten Rath wol empfangen vnd eingeholet. Weil Br.allhicr/ wie zuvor an andern Orten/ den8ccrcranulnauffsrusserstevcrfolgete/ machte sich derselbige den 15 Apr. auff ein Schiff / vndgieng voraus nach Holstein / vnd hielt sich an dem Fürstl. Hoffe zuGottorff/blß zu der Gesandten Ankunfft/ auff. D«e Gesandten aberseynd Mit dem Comikat z gantzer Msnat in Reval liegen blieben/ vndsolches aus sonderlicher Beliebung vnd suft des Gesandten Brügm.welcher sein gewisses Absehen/ zu seinem eigenen Fortheil / auff etwashatte/ worinnen ihm doch der Cvmpas sehr verrücket wurde . Vnter-

' > dessen

Nawgart.

Zur Narvaeingezogen.

De?SulchanwtlsetnFraw««nzimmer niesehen lassen.

Kllnda.

' Zu Revelan-koinmen.

Der5ecr?ts-NU5 VoraliSgangen.