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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
530
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Tjornogar.

Ocrozr«.

Dritter Thcilder perflanischcn

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Ein Knabettjauffc.

Soraeoff.

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aorbcy/neben wclä)er die Cruuische vnnd Pcrccopische Tariern dieWolga/die da sehr schmäht / über zuschwimmen pflegen. Solches zu-verwehren hatten die Russen an der Osten seilen des Stroms cmeWache von ^.Streichen verordnet. Dieser Etliche kamen vno batenomb Brodt/ihnen wurde auch ein Sack mit 8 cmkari gegeben.

Den 15. Scptemb. kämm wir vor Tzornogar/welche/weil sievom Großfürsten Michael erbawet/ auchMchailo-novogorodge-nant wwd: scynd ZOO. berste oder <5o.Mellen von Astrachan. DerWeiwodc schickte eine -lateimschenBricff/welchcnAlr)eel Gawinowitzan die Gesandten hinter sich gelassen/am Bort/ mit bette/ die Gesand-ten möchten außtreten vnd Hn besuchen / Er wo!tc ihnen auss Ale)eeifreundliche Lommencisrion nach Vermügen gütlich thun / wir wol-len aber die Icit zugcwinnen/ nicht außtreten.

Den 24. Sept. die Stadt Sariza/so 2vc>. ^V. von der vorigen/erreichet.

Den 25. Septemb. als am Tage Michaelis / hatten wirgutenWind/vnd segelten gegen den Strom 40. W. Etliche der Russenschrieben es dem Namenstag des Großfürsten Michaelis zu.

Dcn2.Oclob.kam das eine Persisch Boot mit den Pferden andm Grund/hatten selbiges wieder abzubringen / grosse Muhe/ vn-ter dessen gicng der Sulthan an den Strand vnd vnsere Gesandten zuHm / hielten mit einander Mahlzc.t. Die gemeine Völckcr machtenauch Kundschafft untereinander / vnd namen des Brandwems so vielzu sich/daß sie alle wol berauschet der eine hier der ander dort ins Was-ser siehlcn/vnd als todteBeister auff die Bote musten gcsehlept werden.Als das Boot flot/vnd wir wider fort wolten/stcnaen die Perser an rmten Russen zu zancken/schlugen mit Prügeln vnd hieben mtt Sebctnnach den Skrclitzen ihrer Convoi. Der Sulthan/ welcher nicht min-der als seine Duner vom Brantwcin eingenommen / wolte auch Acwrvnter sie geben/Hm wurde aber von vns zugeredet/vnd dcrStrcttwieder beygeleget.

Heute m der ?7acht ist des Sulthans Knaben einer / welcher vomDm chlauffBeschwer hatte/ vnd sich am Bort begab / hmumcr msWasser gefallen/vnd nicht ehe bis den Morgen da ihn der Stromschon längst hinweg vnd vnter gerissen hatte/vermisset worden.

Den <5.,Oetob. gelangeten wir bey Soratoffan / ist zsO.^V. vonSariza. Man berichtete vns allhier daß eine Partey Cosaken/auffdiezuband vorauß gegangene Staniza gestosscn/weil sie aber Wieder-fand gnug vermercket/hektcn sie zwar keinen feindlichen Anfall ge-than / sondern mit etlichen Stukken im grossen Geschrey vorbey gerit-ten/vnd also viel /Vl-clümakcn, (so nennen die Russen die PersischenPferde) von der Staniza/die mcht wol verwahrck/nach sich gezogen/vnd darvon gebracht.

Den 14.Octob.gegm Abend entstund ein grosser Sturm v o n 8.VV.

wel-