DerMeibwTttwe.
Oi'ffer derLyrcaffen.
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Dritter Theil der Perflantschen
D«?Ci:cassenGlaube.
Schnackenköpffett/bunkenSteinichen/ZihnernvnMcsslNgenSpan-gcN am Halse bisjvntcr die Brüste herunter hangen hakten/etwa mitden Fingern die blosse Haut berührcten. Etliche nötigten vns gar inchre Häuser zukommen. Man sagte daß bey Wen der Gebrauch/das/wennArembde den Weibern zuzusprechen kähmen/ die Manner stehwillig absonderten/vnd die Gäste mit den Weibern handtwen liessen;Wiesle dann auch des Tages über gar selten in den Häufern/sondernauff der Wcydc bey ihrem Viehe/m welchnn jhre meiste Wahrung bc«stehet/sich auffhalten. Die Weiber aber sollen gleichwol den Män-nern Trcwe seyn / vnd sich mit keinem andern (wie sie sagten) Fleisch-lich vermischen / wie es dann einer von unseren Krieges Dss'cirern be-zeuget?. Dann als derselbe durch der jungen Weiber freundlichen Au-wmcken vnd Reden bewogen sich zu ihnen ins Hauß zumachen/ vnd sieferner zu probiren dmch Kopffwaschen vnd Nasekhüchcr nehm zulas-sen Gelegenheit gcsuchet/seynd sie zwar zu solchen Diensten willig ge-wesen; Da man ihnen aber etwas ferners angemuhtet/haben sie sich mabschlaglicher Antwort vernehmen lassen: Ihre Männer stcllctcn ih-nen guten Glauben zu/welchen sie auch unverbrüchlich halten müstcn/im wicdrigen Fall würden sie / WtNN es attßkähmc/ weder von denMännern/noch der Gemeine gelitten. Sonst liessen sie ausserhalb denBeyschlaff/mit sich handeln/wie man wölke / darbcy sie dann begierigvnd nicht Schew waren/ Geschenkte zufordern / vnd zunehmen / wassie ertappen kunten. Kamen auch manchem in dem sie den DeutschenHabit von aussen vnd innen besuchen vnd betasteten/in die Schiebc-saekc/vnd namcn daraus was sie funden.
Wie wol die Männer nach art der Mahumedisten mehr als einWeib nehmen dürffen/behelffen sich doch die meisten nur mit einer.Wenn der Mann ohne Kinder stirbct/vnd lessct Brüder nach sich/muß der älteste die Wittwe nehmen/damit er seines Bruders Saamenerwecke/gleich auch der Mussal seines Bruders Wittwe bckam.
Der Cyrcasscn Glaube ist fast Hcydnisch; Sie lassen sich zwarbcschncidcn/vnd gleuben einen Gott/Haben aber weder Schriffk/Hrie-ster noch Kirchen/thun jll gewissen zelten ihre Dpffcr selbst/ sonderlichauffElias Tag / Item wenn ein fürnehmer Mann stirbet / kommenMann vndWeibcs))e:sonen im Felde zusammen/schlachten eBe^iegezum Dpsser/vnd sollen/ wie man vns berichtete / darbcy eine selyame/närrische P»robe zu erfahren/ ob das Thür zum Opffer tüchtig oderNicht/anstellen: nemblich sie schneiden parrcm Zcnicalem ab/wrrffenes gegtn die Wand oder Zaun/bleibt es nicht hangen/sondern fält als-bald wider ab / wird es zun» Opffer vnwürdig erkennet / muß alsdannein anders geschlachtet werden- bleibt es aber kleben/so ist es zumOpftrversehen. Alsdann wird das Fell abgezogen/aiißgespannet vnd auff ei-ne lange Stange gesteckct. Für demselben verrichten sie das Dpffer;kochen/braten vnd verzehren das Fleisch mit einander. Dann treten et-liche