5.
Kebswciberdcs Königes.
Nimpt der
Armcner
Töchter.
Iw i.KönigCap. i i.
Lurt.1.6.§6.
Grosses Ein-kommen desKöniges.
'XeichcAmpe--ccim^ande
446 Ander ^hck! der Pcrfiamschen
Neben diesen Eheftawen hatte der König bey zcn.ChasseoderBeyschlässerimDan wo man eine sondesschvneIungfcr odttSchlavinim iande außforschen vnd kauften kan / verschafft nian / daß sie demKönig zugebracht wird. Die Chanen vnnd siirnembfie Henn selbstvmb des K öniges Gnade zucrwerben/führcn ihm ihre eigene oder ihrerFreunde .Töchter zu. So that zu vnser Zeit der Calcntcr zuScha-machte/welcher weil Er vcrnam/daß Er seines Ambtes soltc entsetztwerden/verehrte demKönig seines Bruders des Calcntcrs zu DerbemTochter/vnd dem Reichs Canceler em gut stücke Geldes / damit kamEr widtt zu Gnadcn/vnd bliebe in seinem Ampte. Es masse»i aber dieJungfern/ so dem Könige lieb seyn sollen »licht über 16. Jahr alt seyn.Er halte im Gebrauch / daß Er bißweilen der Armencr Hauser in I-fpahan durchsuchcn/vnd die schönsten/so vnker 12. Jahren m scinFra-wenztmmer nehmen Hesse/damit Er ihrer Iungferschafft versichertwcre. Daher die Armenische Christen solchem vorzukommen ihreKinder wenn sie schöne/ ehe sie noch Mannbar werden/verheyrah-tm/vnd beylegen lasten.
Wegen viclheit der Weiber trägt sschs offt zu/daß der König beyeiner nicht mehr/als nur cinmahl/blßWcilcn gar nicht schlafft.Hernachaber an grosse Her:n/ denen Er sonderliche Gnade erzeigen wil / zumj Weibe gibt/ »vctche dann allezeit höher als andere gehalten werden.
Es vcrmeunl v. I.urheru5 in seinen Tischreden/das es nichtnach dem Buchstaben zuvcrstehen fty/wenn gesagt wird; das Kön«gSalomon /OO. Weiber zu Frawen/vnd zoo.Kebsweiber gehabt/weil/well Er alleNacht bey einer hette schlaffen sollen sn einem g.umcnJahr kaum viertehalb Hundert beschicken könne» / welches doch semwichtiges Regiment nicht zugelassen. Ich halte aber wol darfür/daßes seine Weiber vnd Veyschläffennnen gewesen seynd/die seinHcryalso gcneiget. Schsch ^hzz sol nill^t viel minder Frawen gehabthaben. Dann die .Orientalischen Völckcr seynd sehr hitziger vnd geilerNatur. Neben so viel We,des Personen haben sie auch schöne Kna,bcn mulichi ia pari allveros,wic Lurciuz redet. Die Söhne/vndzwarder älteste/so von der Scn oderEhewcibe geboren werden/luccecii.rcn m der Reglet una in» Mangel dercr/derChasse vüSchlavinSohn/die andern aber werden geblendet oder sonst auff d»e feite gcschaffet.
Weil der König e«n Her: über sehr viel Länder v»id Provinacn/hat Er auß denselben an Tribut/ Zollen/ iicentcn / Geschmckcn/ vnddergleichen grosse Einkunfftc/vnnd daher einen schr reichen Schatz.Darvon inchecia an einem andern Orte. Es hat Schachleine nur an guten güldenen Geschirren/so zurTaffel/Küche vndPferdestgll gebraucht werden/ zPfimd / verlassen.
Die Chanen vnd hohen Officircr zu Hoffe/wie auch die Guberna-koren/Amptleute vnd Landschreiber in denProvincien/seynd nach deinKönig die reichesten. Dann sic dlc Vnttrthanen zicmttch außsaugen.
Vnd