Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
398
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Beständig-keit in derReligion.

i

Sonnet.

Z5>8

Ander Theil dcrpcrsianisihm

wurde beschneiden lassen beweglich an jhm setzten / nichts avßrichkctemDann Er getrost geantwortet: V»nb des Königes Gnade wotte Ernicht Christi Gnade verscherzen. Der 4eil>/ welchen Er zu dienst demKönig vntcrgeben/könte den» Könige zukommen/aber nicht dieScele/sondern Christo/der sie »nit seinen Blute theur erlöset/dein wolte Er stcauch in beständigem Glauben durch skin Blutvergiessen wider auffopf-fcrn. Darauffhak man chn zweymal für die Pforte des Schlosses auffden Ä?achan zur cxccucicin geführct / vnd doch wider einbogen / ober eltvan/wcn crnstgejpüret wärde/auß Furcht »nöckstegeivunnen wer-den. Unterdessen g,engen die Cathoilschen Münche fleissg ihn zu-tröstcn/vnd zu jl>rerReligivn zubereden/Er wolle aber weder zurRech-ten noch zur ^inckcn wanekcn. Endlich als die Perser sahen/daß an! jhm nichts zucrhaltcn / vnd der Gesandte Br. des gefetteten Vrtelshalber sich ziemlich vngcstüm erzeigetc/vnd verdrießliche Wort nachHoffe sagen ließ/Wurde Gtadler des cntlkibeten Krcmiden ihren, Ge.! brauch »»ach übergeben / welche ihn »nit 4. Sebckhiebcn/vnd zwar denersten ün Nacken/den andern in die Stwn/vnd zweite mitten durchsAngesichke hinrichteten. Er ist fteudig vnd getrost zum Tode gangen/vnd hat,m nlcdcrknicn gesagct/hawet nur getrost in Christi Manienzu. Drauff ist einer »nit grausamken zugesprungen/liberhin gchawen/vnd einen nebenstehenden ms Bein verwundet / ein ander hawet in deskalerik,welches Er als ein Joch an» Halse trug. Des dritten Streichgieng erst durch den Halß/daß er sineken must / darnach hieben die an-dern getrost zu. Hat also der gute Schwecher in rechter Beständigkeitdes Glaubens an Christum seinen Geist auffgegebcn.

SetbigenTag ließ derGesandte Br. beymRmgelrcnnen/fo Er silrsich alleinc hielte/außVnmuth vnd Verdruß der an scmemSchwagerergangenen bxccuuon über iOo. Schüsse auß groben Stücken thun.

Nachdem der Cörpcr also zermctschct in demdcn ganßenTag auffdempiatzc gelegen/ließ jh»» auffden Abend der GesiBr.auffvergünstigtmg des Königes in den Gesandten Hoss führen/vnd den22. üirc» »nit einer statlichcn Begängnis vnd Processen / worbey auchder Russische Gesandte; ^eterasizc^ n»it seinen Brüdern; viel von derSecte decliera, auß welcher Rudolphs Wittwe war / vnd andere Na-tionen der Europcischen Christen sich befunden/zur Erden bestatten.

AuffdkssenEntleibungvnd Beständigkeit imChristlichenGlaubensetzte?.k.cmcn Gedächtniß-vnd 4obspruch/ »vetchm ich auß dessenBuche der Sonnttten hither zichcn wollen.

Z^ein tapfferKhristcn-muth/du werther Schwei-fs tzer du/

BP ewig Lobens werth / denn da du könttst leben/

Hast» dtth willig hin in deinen Todt gegeben.

Was deinen Leibbringt omb/das ist ein kurtzes/M.