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Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
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Reise Beschreibung.

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Solche Arpufen/vnd Melonen brachten die Tartem Wöchentlichbey 10. 20. Kam voll vor Astrachan zu Marckte vmb einen schlech-ten preiß.

Sie haben vor diesem keinen Weinwachs gehabt. Die persische Weinwachs.Kausslcutc aber haben die ersten Weinstöcke nach Astrachan gebracht/welche ein alter Münch in einem vor der Stadt gelegenem Kloster ge-pflantzek. Vnd well man gesehn/das sie wol bekommen/ist ckri-M l6lz.auffBcfehl des Großfürsten/durch selbigen Münch cm rech,terWeingarke angeleget / vnd bißher von Jahren zu Iahren verwei,tert worden/kreget herliche grosse vnd süsse Trauben/ welche zum theilneben andern Früchten / so in dcmdarbey gepstantzten Baumgartcnfallen/dem Großfürsten nach Mußcow gcschtckek / zum theil?m -Landean die Weywoden vnd grosse Herm verkaufst werden. Es habenauch jtzo etliche Astrachanische Bürger an ihre Häuser/ Weingär-ten gelegek/vnd sagte vnscr Wirth; daß sein Weingarte/hm dasselbeJahr bey ioo. Thl. getragen hette.

Der jtzt erwehnte Münch war 105-. Jahr alt/von Geburt ein Aleer MönchOesterreicher / im Kriege als ein Knabe gefangen m Rußland gefüh- von 105. jäh-ret/vmbgttaufft / zum Russischen Glauben gebracht / vnd hieher insKloster verschickt worden; hat jtzo das ckl-cKorium über das gantzeKloster / Er kunte noch etliche wenig Deutsche Wort reden / that vn-ser etlichen/die wir jhn besuchten/viel gutes/kam auch die Gesandtenzubcsuchcn /vnd nut Fruchten/so Er mit eigener Hand gepflantzet/zu-beschencken/ war noch eines lustigen Gemütes; Als Er ein par Scha-len Brandwcn gekruncken/begunte Er scineKrafftezu zeigen/vndohne Stecken/ wie wol mit bebenden Füssen/ zu tantzen. Vnv sagte/das diß iand gesunde vnd viel alte -Leute gebe.

Die Einwohner dieses Landes NaZajsc oder Astrachans seyndvorzeiten lauter Tattern gewesen/haben chren eigenen König gehabt/so m>t den Casanischen vnd Chrimischen Tarlern in solch Verbund- gestanden / daß wer einen zum Feinde gehabt/ wieder alle hat strei-ten müssen. Daher der Großfürst Ivan Val'üivir? 2. Jahr nach Er-öbcrung des Königreichs Hasans auch das Königreich 5laZa;ambestritten/vnd jhm vnterthänlg gemachet. Vnd ist diese ResidentzStadt Astrachan den l. ^.UZ. des 155-4. Jahres mit stürmender AstrachanHand eingenommen/ die Tartem darauß verjaget / vnd nut Russen wenn sie un-besetzt worden. genommen.

Die Stadt hat hernach der Tyranne mit einer dicken steinernMaur befestigen; der jtzige Großfürst aber verweitern/vnd 8crcllr?s-Zorochoder den Theil/m welchen die Streliyen wohnen/daran bauenlassen; Das also die gantze Rinckmaure nach dem Vmbkreiß jtzo8000. Werckschuch in sich begreifst. Die Stadt hat von aussen auffder VVoIZa (welche daselbst 22<5c>.Fuß breit) wegen Vielheit der Thür-

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