Wie die Lei-che zum Gra-be gebrachtwird.
Die Aufführung der Reiche geschiehet also : Vor der -Leiche/welche zugedecket von etlichen getragen wtrd/gehen 4. Jungfern/sodie nehesten Freunde seynd / verhüllet / erheben sich mit Gebcrden vndHeulen sehrerbärmlich; Bald schreyen sie überlaut/bald pausiren sieeinwcnig/vnd hören alle zugleich auff. Bald fangen sie wieder an/vnd beklagen m solchem Geschrey den allzuzeitigen Hintntt/ wünd-schen daß er bey ihnen hette mögen lenger leben / weil Er ein so from-mer/lieb er Mensch gewesen / ck.
Hinter diese Jungfern/wie auch neben der-Leiche gehen die Po-pen mit ihren Capellanen/tragen Bilder vnd Rauchfesser/singenvndrauchern/vcrmeincn durch solch räuchern die Gespenster von der-Leicheabzutreiben. Hinter der -Leiche gehen die «eheste Freunde / Ver-wandte vnnv gute Bckandte / vnnd zwar ohne Ordnung /alle auff ei-nem Haussen/ tragen jeglicher ein Wachsliecht in der Hand. Wennsie ans Grab kommen / vnd die Reiche niedersetzen / wird der Sarck
auff-
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alle auß gantzen Bäumen gehawen öffentlich feil haben/vnd verkauf-fen)gcleget/ein Thuch/bißwcilen des AbgelebtenReck darüber gehan-gen/in tue Kirche getragen/vnd nach dem er Fürnemb gewesen/bey s.Tagen darinnen behalten. Da ihn dann der Priester täglich mitWeyhewasser besprenget / mit Myrrhen beräuchert/ darbey singetvnd der abgeschiedenen Seelen zum besten Messe hält.