Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
182
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Ncwe persiantsche

Lxorcilmu»ist gebräuch-lich bey derNüssen?.,ufe.

Het/Crmtzweisc klebet/darauff bcräucherk Er mikWeyrauch vnndMyrrhen den Zuber vnd die Gcvattcrn/vnd conlecttrer das WasserMit vielen Lcremonien. Dann gehen die Gevattern / so brennende! ^icchtcr m den Handen tragen unk dein Priester / der m emcm Buche' liescl/drey mahl vmb den Zuber/vnd der Küster mit einem gemahltenJohannes Bilde voran. Dann werden die/bey vnserTauffc auchgebräuchliche Fragen an die Gevattern gethan: Wie nembltch dasKind He ssen sott Da dann der Name auff cm Zettel geschrieben demPriester dargereichet wird/den Zettel aber leget der Priester aufsein! gcmahlet Bild/vnd helt das Bild auff des Kindes Brust vnd betet.Daraufsfraget Er: Db das Kind glätibe an Gott demVatcr/Sohnviid heiligen Geist ? Wann dann die Gevattern mit Ja beantwortet/müssen Sie steh sanwt den Priester vmbwcndcn / vnd die Rücken nachdem Zuber kehren. Dann ftaget Er: Db das Kind dcmTcuffcl al-len ftmen Engeln vndWcrcken absage / vnd bey der remcn Griechi-schen ^eliZiou zeit seines Gebens verbleiben wollei In dem die Ge-vattern auffjcglichc Frage antworten / müssen sie Mit dem Priester al-lemahl ciffcng die Erde anspeycn. Darnach wenden Sie sich wiederzum Zuber / vnd geschiehet der Lxorciimuz; Daß der Priester mitHand-aufflegen spricht: Fahre anst diesem Kinde V. du VN-reiner Geist/vnd gib Raum demH. Geist. Vnd blaset drey-mahl Creußweise auff das Kind/darvon muß dann (wie sie sagen)der Tcuffel welchen. Dann mmpt der Priester eine Schere/ schneidetcm wenig Haare von des Kindes Kopffe Creutzweise / vnd leget sie inein Buch. Daraufffraget Er: Ob das Kmd ml gctauffk seyn /vndmmpt das K»nd bloß von den Gevattern in beyde Hände/tauchet esz.mahlgany ms Wasser/vnd spricht: Ich tckfffc dich llNMlNcN

Gottes des Vaters/ Sohns vnd des H. Geistes.

Darauff stecket Er dem Kinde ein wenig Saltz ins Maul / salbetes an der Stirn/Brust/Hände vnd Rücken Creutzweise mit einemoonlecrirren Dchl/ leget jhm ein rein weiß Hcmbde an / vnd spricht:Also rem vnd weiß bist» nun auch von deiner Erbsünde abgewaschen;Hänget jhm ein Creuylein von Silber / Gold / oder Bley (nach Semdie Eltern Vcrmügen seynd vn es schaffcti können) an den Halß.DißCrcutzlemmuß Er zc»t seines Gebens/zum Zeugniß daß EreinChristesey/am Halse tragen; Wird jemand todt auff der Gasse." gefunden/vnd hat solch Crcutzlein nicht bey sich/wird Er mcht begraben. DerPriester ordnet auch dem Kinde emen Heiligen/vnd gibt Hm dessenBitdnißmit; An dem muß es sich zeit seines icbens halten/vnd es fürandern Bildern ehren. )?ach solchen TauffLcrcmomcn hertzet vndküsset der Priester das Kind / wie auch die Gevattern / vnd vermahnetsie/daß Sie ja sich vnter einander Nicht Heyrathcn sollen/welches/wie droben gemeldet/bey jhnen vcrbottcn ist.

Wenn