Druckschrift 
Offt begehrte Beschreibung der newen orientalischen Reise : so durch Gelegenheit einer holsteinischen Legation an den König von Persien geschehen, worinnen derer Orter und Länder, durch welche die Reise gangen, als fürnemblich Rußland, Tartarien und Persien, sampt ihrer Einwohner Natur, Leben und Wesen fleissig beschrieben und mit vielen Kupfferstücken ... gezieret
Entstehung
Seite
153
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Reist Beschreibung.

ner zu wieder setzen. Als diß der Gemeine vorgetragen wird/wahren siegar leicht auch zu solcher Meinung julcneken/ rieffen verwegen übet

laut: Gott gebe Glück pem vemccrio, als dem rechten Er-ben des Landes/vnd vertilge alle seine Feinde. Muffen dar-auffausss Schloß/legen die Hände an jhren erst erwehlken jungenGroßfürsien/ vnd nehmen jhn gefangen / plündern vnd verstoffen alledie/ so von des Loris (Zuäcnov Geschlechte übrig wahren. Sendenzum vcmerrio, bitten ihn/ Er wölke nur kommen/ vnd seines VatersStul besitzen/vnd jhncn wegen des so langen Weedersirebens/ welchestheils auß vnwlssenhelt/ theils auß Verhetzung der Quäcnover ge-schchen/pcrcion ertheilen/Sie hetten ihm bereit einenWeg gcmachet:keäor LorüI'o^icT mit der Mutter vnd Schwester gefangen/wol-len dieselben sattipt dero gantzen tämilie in feine Gewalt geben. Dißwar dem falschen Demcrrio eine längstgcwünschtt gute Zeitung. Eheer aber in die Stadt Mußcow vnd auffdie Z-esiäencie ziehen wolte/schickte Er einen Deak oder Schreiber Iv»n LoZäano'U voran / wel-cher den jungen Großfürsten sampt seiner Mutter vmbbringen/vndaußgcbcn muste/ Sie hetten sich selbst mit Gifft vergeben. Wurde al-so dieser junge Großfürst keäor öoriilovir? im andern Monat sei-ner Regierung / nemblich den lO.^uni), Rnno ekriKi l6c»/. in sememGemache mit einem Strange erwürget.

Den 16. ^unij rücket der falsche Dcmecriu, mit seiner gantzenMacht vollend vor die Stadt Mußcow/ da denn die Mußcowiter ho-hes vnd niedriges Standes Personen jhm entgegen kamen/hmlicheGeschencke brachten/vnd zum Einzüge Zrarulircen. Dcn^y.^uch istErmitgrosserSolcnlürccgekrönttworden. 57ach diesem/damitderBetrug desto wenigergemercket/vnd Er desto gewisser für dm Dcmc-cnum gehalten wm ve/lessct Er des rechten Demen ij Mutter/ welcheKons Suncävv in ein ferne von Mußcow abgelegenes Kloster ge-setzet/wieder nach Mußcow holen / gehet jhr mit prächtigem Geleitevor der Stadt entgegen/ cmpfähet sie freundlich/helt jhr auffdemSchlosse eine Königliche Taffel / besuchet sie täglich / vnd thut jhr sohohe Ehre an/ als ein Kind jmmer seiner leiblichen Mutter thun mag.Diese gute Frawe/wnste zwar wol / daß jhr leiblicher Sohn warhaff-tig vmbgcbracht war/vnd dieser jhr nicht zukommen könte/ aber gleich-wol ließ sie es/theils auß Furcht/ theils daß sie nach so lang abgestan-denem Elende vnd betrübten Zustände solche Ehre vnd Ergetzligkeikgemessen möchte/ geschehen/ vnd wicderspricht es nicht. Da aber Dc-merrius seine Hossstadt vnd msnier zu regieren / Gebräuche vnd Ge-wonhcilcn nicht wie andere Großftlrsten anstellete vnd beobachtete»eine Polnische vnd Catholische Jungfrau?/ncmblich des Weywodenzu Sandomir Tochter heyrahtcte; groß Geld vnd Gut auß demSchatze nam / vnd die Braut darmit wol außzustaffiren in Polen

Großfürst

ketlor ko-riüovit?wird erwür-get.

Der falsche

OcmcrriuzWird zumGroßfürstengckrsnet.

V - schick.