Druckschrift 
Belehrungen über gemeinnützige Natur- und Lebenssachen für allerley Leser : Ein Anhang zu dem Werke: Natur, Menschenleben und Vorsehung
Entstehung
Seite
312
Einzelbild herunterladen
 

z! s

ganz vortreflichen warmen Morgen in meinem.Garten.

Icb hatte bereits mit Anfange dieses Mo»nats bemerkt, daß sich die BiltMenkaftr, z.B.der Vgrisbili«, Männchen und Weibchen, UN,gemein häusig auf den Rosen einfanden, und daßdieses die Zeit sey, da sie ihre Verwandlung inPer Erde vollendet hatten.

Einer artigen Erscheinung muß ich hierbeygedenken. Ich hörte an einem Pflaumenbaume,der unten am Stamme viel Harz ausgesetzt hatte,«in starkes Summen, starker, als es eine Hör»nisse und Hummel macht. Anfänglich dacht«ich; es sey ein außerordentlich großer Dentbrecio,Blattwespe; allein da ich näher trat; so erblickteich einen Blumenkäfer, der immer stoßweisie andiesem Baume an- und abflog. Das Manöverkam mir seltsam vor. Ich bückre mich nieder,und bemerkte, daß er es um des vorgequollenensüßen Harzes willen that, und beym Anflug«allezeit etwas davon abnahm. Als ich ihn sieng,traf ich vorn am Maule noch Spuren davon an.Warum mochte aber der Käser auf diese Artdurch stoßweißes An. und Abfliegen dieses Harzablecken? Hatte ers nicht bequemer, wenn eram Stamme herauskroch, und im Sitzen nachBelieben schmaußte? Nein! das Harz warihm alsdann gefährlich. Er blieb mit den Füßen

kleben,