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Die meisten Thiere werden, wie mal' zu sa»gen pflegt, blind geboren. Man sollte sagen:mit geschlossene» Augen geboren. Der Menschnicht. Er wird mit offenen Äugen geboren. DasKind öffnet sie gleich nach der Geburt; sie sindaber starr und dunkel. Dessen ungeachtet scheintdas Licht, das sie berührt, einen starken Eindruckzu machen, und ihnen empfindlich zu seyn. Manbemerkt es deutlich, daß der Augapfel, welcherschon anderthalb oder zwey Linien im Durchschnittbeträgt, sich bey einen, stärkern Lichte zusammen-,zieht, und bey einen, schwachem ausdehnt.
Eine Art von sinnlichen Empfindungen mußalso das Kind schon haben; sie sind aber bloßleidentlich, und „och ziemlich schwach. Denndas neugehorne Kind unterscheidet nichts, undseine Augen bleiben, wenn sie sich auch biegen,aus keinem Gegenstande fest.
Es kann auch nicht anders seyn. Das Ge»sichtSwerkzeug ist noch unvollkommen, die Horn»haut runzlicht, und vermuthlich das netzförmigeHautchen „ock zu zart, die Bilder gehörig auf-zufassen; aber die Seele ebenfalls noch unfähig,die vorgebrachten Bilder sich vorzustellen.
Fast kann man hieraus, schlüßen, daß esmit den übrigen Sinnen eine gleiche. Beschaffen-heit habe. Denn es vergeht eine ziemliche Zeit,ehe das Kind selbst äußert, ob eö angenehn eR s sder