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doch erstaunlich, wie lange sich mancher Aber,
glaube in seinen verborgenen Schlupfwinkeln hal-ten kann. Denn der entfernte Grund liegt oftfenbar in dem alten heidnischen Aberglauben vomFluge und Geschrey der Vögel.
Wie ungegrünker aber war dieser Wahn,diese Deutung von, Geschrey und Fluge der Pier-schwalben auf die Forldauer des Krieges? Erst-lich war der Krieg schon da, und hatte bald zweyJahr gedaurt. Die öffentlichen Aspekten warenguck so beschaffen, daß man vor der Hand aufkeinen Frieden hoffen konnte, Warum splltennun eben die unschuldigen Schwalben einen sol,chen Einfluß in das politische Weltsystem haben,und die Fortdauer des Krieges prophezeyen?
Zweytenö sieht man abermal an diesemBeyspiele: wie sehr der Aberglaube durch Ver,nachlaßigung der ersten und gemeinnützigstenKenntnisse in der Natur begünstiget werde?Hatte der Mann nur etwas von der Naturgs,schichte dieser gemeinen Vögel gewußt; so würdeer nicht auf diese thörichte Meynung gefal,fen seyn.
Bloß dls gunstige frühe und warme Witte,pung war die Ursache von der frühen Ankunft derPierschwalben, und die Fortdauer derselben derGrund, daß sie beysammen blieben, und ihregewöhnliche Züge hielten, da sie fönst durch jede