Druckschrift 
12 (1829)
Entstehung
Seite
CXLI
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cxi.i

lebt und einen Sohn erzeugt haben.*) An den Ama-zonen ist in Statuen sowohl als in erhobenen Werkenbald die rechte bald die linke Brust entblößt, nicht

erseetn, denn sie hatten beide Brüste, und nur auf Vasenmeistens die Brust ganz bedekt. Der PenthesileaKopf auf diesem Marmor ist Porträt, denn das Gesichtsollte schöner sein, und die Haare sind nach einer Modedes dritten Jahrhunderts perükenartig geordnet.

Denkmal 141. VIll. S 22s.

In der Abbildung ist Ajax zu jugendlich, denn aufdem Marmor hat er einen ziemlich starken Bart.**)

Denkmal 14s, VIII. S. 2Zg.

Auf die Erklärung dieses Denkmals bildete sich Win-ckelmann etwas ein, und er wählte sie, wie man in derBiographie S. cxviil sehen kann, um aus seinem Werkevor dem Pabst eine Vorlesung zu halten. Unterdessen istes gerade die Erklärung dieses schönen Denkmals, derenUnstatthastigkeit mehr a!s die irgend eines andern Gegen-standes ausser Zweifel gefezt worden. Hier offenbart sichaufs neue die Wahrheit der Behauptung Lessings:»daß es im antiquarischen Studio öfters mehr Ehre sei,»das Wahrscheinliche gefunden zu haben, als das«Wahre; denn bei Ausbildung des ersten ist unsere ganze»Seele geschäftig; bei Erkennung des andern kommt uns»vielleicht nur ein glüklicher Zufall zu statten.»***) Demjungen Arnold Heeren, dem nunmehrigen berühmtenProfessor der Geschichte in Göttingen, war es währendseines Ausenthalts zu Rom im Jahre 17S6, gelungen

*) ?roxert. III et XI seu IX. Lsrv. XI. 66>,

Hlusee Kapoleor» vol. 2. nuni. 63.

*'*) Briefe anliqnar. Inhalts, ZS.