XXIX
Sendschreiben von der Reise nach Italien.^)
Es ist mit Reisen, wie mit Heirathen; es sind Gründezum Früh - und zum Spätheirathen , wie zur Reise in derJugend und in reifern Jahren. Es unterbleibet aber auchdas Reisen in fremde Länder, so wie das Heirathen inbeiden Fällen gereuen kann, eben wie das Reisen in derJugend, nicht im reifern Alter. Ich bin aber nicht ge-sonnen, einen Anhang zu dem wider Verdienst geschäztenBuche des Baudelot: von der Nüzlichkeit derReisen, zu machen ^ ich will nur von der Reise in das-jenige Land reden, welches ich kenne»
Die mehresten haben keinen eigentlichen Endzwek, undfangen in Rom an, wie einer, der sich an eine mit un-zählbaren Speisen überladene Tafel fezet, von allem essenwill, und durch den Anblik der Menge selbst gleichsam ei-nen Ekel bekommt.
Es ist nur ein einziger Weg, welcher zum Guten füh-ret, aber viele führen zum Bösen, und jener ist nichtallezeit leicht zu finden.
Man besuche Gesellschaft, wo nichts zu sehen ist.
Die Maler sehen die Sachen auf eine Art, unddennoch malen sie dieselben verschieden einer von demandern.
Um als ein großer Prinz zu erscheinen, saget jemand,brauchet man nur ein mittelmäßiger Mensch zu sein.
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