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12 (1829)
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den, was man schreiben kann; in einem mündlichenBortrage aber kann man, wie ich glanbe, einige Nach-sicht fordern, wenn man sich über Kleinigkeiten erhebt,und nichr mit einem Kalender in der Hand seinem Heldenvon Tag zu Tag, von Schritt zu Schritt folget. Ja manmuß es verzeihen, wenn man in Entwerfung von Thateneiniger Helden (ich rede nur von der neuern Geschichte)ihre Siegeszeichen nur in ein schwaches Licht, und in denentfernteren Grund ihres Gemäldes sezet.

Es istnicht zu'ugnen, die großen Tage, wo Heldenihre Lorbeer» gesammelt, geben einer Geschichte keinen ge-ringern Glanz als dem Krieger selbst, und das menschlicheHerz hat einmal die Berderbniß, es höret mit Vergnügenvon großen'Niederlagen und Blutvergießen; die Kindersind aufmerksam bei Erzählung solcher Fabeln, wovor ih-nen die Haut schaudert.Die Todten selbst sind, wie H o-raz saget, nicht klüger geworden."'') Sie gönnen denGedichten der Sappho und des Alcäus ein geneigtesGehör; aber ihre Entzükung ist viel größer über die deslezten, der nichts als Kriege und Schlachten besun-gen» Man siehet freilich den größten Mann unter allenGriechen ") nirgends größer als bei Leuktra und Man-tinea. Der Überwinder Hannibals erscheinet in demGefilde bei Zama in seinem größten Glänze.

Aber es führen uns zwei Feldherren auf diese berühm-te» Wahlpläze; sie führen uns wie die Minerva desHomers, und wir sehen nichts als Gegenstände von Ver-wunderung. Dort ist es Xenophon, ein Schüler und

Lsrn,. II, -S ZS.**) Epaminondas.