Briefe.
thun. Es ist mir lieb/ daß der größte Theil derSchrift in meinen Händen geblieben ist. Sollte ichaber erfahren/ daß etwas aus dem ttberschikten ge«drukt worden, so würde ich nicht stilleschweigen.Mit der nenen Ausarbeitung werde ich behutsamerverfahren. Ich bin nicht eitel/ aber ich weiß/ wiewichtig ein Systema in dieser Art ist. woran man-cher geknaupelt bat/ aber keinen Saft gefunden. Ichweiß, was ich gelesen und gedacht habe/ und eineinziges Allegatum/ woraus Andere ein paar Blattergemacht hätte»/ ist ohne Marktschreiern blos uni>nakt hinaesezr. Ich verlange weiter nichts von Ih-nen/ liebster Freund / als daß Sie mir die einzigeGefälligkeit erweise»/ nnd mir zu meinem Manu»script verhelfen. Der Buchführer, den Sie kennen/soll es mir in einem Umschlag an den Herrn Car-dinal über Wien und Augsburg schiken/ wie ich esdemselben geschrieben/ und dieses auf meine Kosten,wofür ich ihm/ glaube ich/ zehnfach genugthue mitdem/ was ich eingeschikt habe. Und hiermit sindwir und die Leipziger geschiedene Leute, und Gottbesohlen. Ich will dem Buchhändler noch ein Gra-tiale für's Einpaken/ ein Exemplar der Beschrei-bung des st o sch i sche n M u se i zum Geschenk über-wachen. Wir haben keinen Contract gemacht/ undnach dem römischen und nürnberger Recht / wie manmir saget/ ist es daS Meinige. Vielleicht ist dem HerrnDyck mit Poesien mehr gedient; eS gibt hier Deut-sche/ die ein Sonett übersezen können; damit ka»man aufwarten bei Gelegenheit. Allein zu welchemEnde verliere ich so viel Worte: die Leute warenes nicht werth/ nach dem Evangelio. Meine Um-stände machen mich zufrieden und ich bemühe mich,weder an den deutschen Krieg, noch an die deutscheGelehrsamkeit zu gedenken. Ich küsse Sie Herzlichtausendmal und ersterbe Ihr -c»