Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
504
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Freundschaftliche

nal Passionei auf dessen Lustschloß oder Villa,wie man hier spricht/ in eine der wohllüstigsten Ge-genden/ die über die Vorstellung stnd/ zu geben.Daselbst werde ich ein griechisches Manuscript copi-re»/ nachdem mein Versuch zu einer Geschichteder Kunst geendiget ist. Wen künftig nichts beimir oie Sehnsucht nach Rom errregen könte/ so wä-re eS das Vergnügen des Landlebens bei diesem wür-digen Cardinal/ der wie unsereiner ist/ und bei demman ist/ wie man sein will. ES findet sich so vielzn thun für mich in Rom/ daß ich nicht weiß / wieich meine Zeit eintheilen will; und eS ist ein Gliikfür meine Gesundheit/ daß man in der Vaticananicht die Freiheit erhalten kaii/ die man nöthig hät-te/ und die man in andern Bibliotheken findet. ESist ein Überfluß von Schäzen der Gelehrsamkeit all'hier. Ich hoffe izo die Ehre zn habe»/ daß eine alteMalerei/ welche für verloren gehalten wurde/ wie-derum bekant wird/ und ich habe es so lange getrie-ben/ bis der Cardinal Archinto mir versprochenhat/ dieselbe mit samt der Mauer aus dem verfalle-nen Gewölbe/ wo sie steht/ aussägen zu lassen; jaich hoffe/ wen der Schutt wird können geräumctwerden/ mehrere Gemälde zu finden. Sie find vonder Zeit des Nero oder des TitnS. — Ich habeauf wiederholtes Anhalten der kaiserlichen Akade-mie zu Augsburg / mit der es noch schlecht aussieht/einen kleinen Aufsaz/ die Kunst betreffend/ eiuge-schikt. Sie werden ihn eher als ich gedrukt lese»/und ich wünsche Beifall zu erhalten. Es ist nureben so viel/ als ich auf einen Bogen bringen kan.

Zu der Reife nach Neapel werde ich mich alsAbate kleiden; aus keiner andern Ursache/ als dieKosten an diesem schimmernden Hofe in Kleidung zuersparen. Den ich denke immer noch an Sachsenzurük/ und so lange ich meine kleine Pension genie»