Druckschrift 
11 (1825)
Entstehung
Seite
503
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Briefe. 603

schen, und werde erst zu Ende des Novembers nachNeapel abgehen, Rom ist ein bezaubernder Ort, mankan sich nicht entschließe«/ ihn zu verlasse«/ wenman ihn kennen lernt. Ich hätte vielleicht an mei-ne Schuldigkeit/ Ihnen von mir Nachricht zu ge-ben, noch nicht gedacht, wen mich das Stillschwei-gen unseres gemeinschaftlichen Freundes in Nöthc-„iz l) nicht in Sorgen sezre und mich veranlaßte/durch seinen besten Freund von ihm Erkundigungeinzuziehen. Herr Hofrath Bianeoni läßt mir das-jenige/ was er mir will wissen lassen/ dnrch seinenBruder von Bologna schreiben; auf andere Briefebekomme ich auch keine Nachricht/ also weiß ich vonnichts. Bianconiwird mit Vergnügen Briefe aumich bestellen; dieses habe ich Herrn Franke geschrie-ben. Ich verlange keine Neuigkeiten: ein paar Zei-le«/ daß er gesund ist; damit ich aufsein und Eu-er Hochwohlgcborcn Wohlbefinden trinken ka>1. Icherhalte mich noch immer in einiger Übnng; den dieLuft in Rom erfordert und befiehlt, sehr mäßig zusein, und dieses wird verdrießlich und zur Last.

Ich befinde mich beständig wohl und vergnügt/ausser daß ich in der großen Hize mit Schwindelnbefallen wurde. Den wir haben eine Wärme gehabt/dergleichen sich die ältesten Leute nicht entsinnen kön-nen. Ohngeachtet ich so herlich wie Wenige in Romwohne/ so habe ich es kaum aushalten können. Manmußte des Nachts ausstehen/ aus Furcht zu erstike»/und dennoch darf man sich/ bei Gefahr des Lebens/keine Lnft machen. Alle Abend habe ich mich in derTiber gebadet, wozu Bequemlichkeit gemacht ist; aberes half nicht viel gegen die Hize der Nacht.

Jzo stehe ich im Begrif/ auf einen Monat nebstandern guten Freunden nach Fraseati zum Cardi-

t) Wcs BibliottMvs F r a n k e.)